Sport und Fitness: Lifestyle oder Lebensphilosophie?

Für viele Menschen gehört Sport ganz selbstverständlich zum Leben. Meist ist er dabei  lediglich ein Hobby oder ein Mittel zum Zweck für eine bessere Gesundheit. Es gibt jedoch auch Fälle, in welchen der Sport mehr ist als nur das. Er wird sozusagen zu einem kompletten Lifestyle und prägt den Alltag in vielerlei Hinsicht. Einige Sportarten sind dafür besonders prädestiniert, zum Beispiel Bodybuilding, Yoga oder Surfing.

 

Der „Fitness-Lifestyle” liegt im Trend

Sportlich ist das neue schlank, könnte derzeit behauptet werden, denn die Schönheitsideale unterliegen bekanntlich Trends und aktuell lautet das Motto: So sportlich wie möglich sein! Das gilt ebenso für Männer wie für Frauen: Schlank, aber durchtrainiert mit sichtbaren Muskeln sowie im sportlichen Look präsentieren sich derzeit viele Stars, Influencer und Co – und ihre Fans tun es ihnen gleich.

In den Fitnessstudios tummeln sich nun also nicht mehr nur Personen, die hin und wieder Sport machen, um ihr Gewissen zu beruhigen und ihrem Körper einen Gefallen zu tun. Zusätzlich lässt sich vor allem bei den jüngeren Generationen beobachten, dass immer mehr der Trainierenden quasi jeden Tag mehrere Stunden im Fitnessstudio verbringen. Hier lernen sie natürlich Gleichgesinnte kennen, sprich auch ihr Freundeskreis wird durch das Hobby geprägt.

Selbiges gilt für ihre Kleidung: Die Menschen mit „Fitness-Lifestyle“ präsentieren sich gerne sportlich – auch in ihrer Freizeit. Die Trainingsklamotten sind perfekt aufeinander abgestimmt und Männer sowie Frauen zeigen gerne, was sie haben: Sie tragen also knappe Klamotten, beispielsweise bauchfreie Tops bei den Damen oder ausgeschnitten Muskelshirts bei den Herren. Derzeit findet also eine regelrechte Fitnessbewegung statt – und diese hat mehrere Ursachen:

  • Einerseits sind es die bereits erwähnten Vorbilder, die den Trend angestoßen haben. Fit zu sein, wurde zum neuen Schönheitsideal erklärt und dementsprechend gehen viele – vor allem junge – Männer und Frauen schlichtweg mit der Zeit.
  • Andererseits wächst das Gesundheitsbewusstsein in der Gesellschaft. Denn im Alltag sind wir großen gesundheitlichen Belastungen ausgesetzt, sei es Feinstaub, Handystrahlung oder mit Antibiotika verseuchtes Essen – um nur einige von vielen Beispielen zu nennen. Somit wächst der Wunsch, die eigene Gesundheit zumindest innerhalb der eigenen Möglichkeiten positiv zu beeinflussen. Neben einer gesunden Ernährung steht dabei vor allem die Fitness im Vordergrund.
  • Viele Menschen fangen auch einfach der Gesundheit zuliebe mit der Fitness an, entwickeln dann aber eine Leidenschaft dafür, setzen sich Trainingsziele oder lernen im Fitnessstudio neue Freunde kennen – und plötzlich hat sich das Hobby zum Lifestyle entwickelt.
  • Der Fitness-Trend ist bei vielen verbunden mit dem Wunsch nach einem jugendlichen Aussehen. Neben der passenden Ernährung trägt auch Sport und ausreichend Bewegung zur Erhaltung der Geschmeidigkeit und Leistungsfähigkeit des Körpers bei.

Es gibt also viele verschiedene Gründe, weshalb derzeit immer mehr Menschen die Fitness zu ihrem Lebensmittelpunkt machen.

Wer tatsächliche Erfolge sehen beziehungsweise erzielen will, beispielsweise einen Gewichtsverlust, einen „Sixpack“, einen Halbmarathon oder Ähnliches, der muss sein gesamtes Leben auf den neuen Lifestyle ausrichten.

Denn fit zu sein, das funktioniert nur mit ausreichend Training, genügend Schlaf sowie einer gesunden Ernährung. Rauchen oder viel Alkohol zu trinken sowie weitere ungesunde Angewohnheiten sind hingegen kontraproduktiv. Und zuletzt definieren sich auch viele Fitness-Begeisterte durch ihr Äußeres. Nicht immer ist es also die Gesundheit, welche im Vordergrund steht. Tatsächlich ist die Fitness somit eher ein Lifestyle als ein Hobby oder eine Lebensphilosophie – und beeinflusst viele Lebensbereiche.

 

Die Überzeugung hinter dem Bodybuilding

In eine ähnliche Richtung geht das Bodybuilding. Denn Kraftsportler handeln meist weniger aus gesundheitlichen Gründen. Wichtiger sind für sie stattdessen die Optik oder die körperliche Herausforderung. Sie setzen sich also häufig selbst Ziele, welches Gewicht sie stemmen oder an welchem Wettkampf sie teilnehmen möchten.

Um eine Lebensphilosophie im eigentlichen Sinne handelt es sich dabei nicht. Doch wer beim Bodybuilding tatsächliche Erfolge erzielen möchte, muss noch viel mehr als bei der Fitness sein Leben danach ausrichten. Das betrifft zum Beispiel:

  • Die Ernährung, denn Kraftsportler brauchen mehr und andere Nährstoffe als Menschen, die kein Bodybuilding betreiben.
  • Den Tagesablauf, schließlich muss regelmäßig sowie intensiv trainiert werden.
  • Den Schlaf-Wach-Rhythmus, denn Kraftsportler müssen ausreichend schlafen, um sich zu regenerieren.

Auch hier ist es wichtig, ungesunde Angewohnheiten abzulegen. Wer sichtbare Erfolge erzielen möchte, braucht also Disziplin und Durchhaltevermögen. Mittlerweile hat sich eine ganze Branche rund um das Bodybuilding entwickelt – spezielle Studios, Nahrungsergänzungsmittel, Magazine, Kleidung und, und, und…

Wer sich für das Bodybuilding entscheidet, muss sich diesem Ziel also ganz oder gar nicht verschreiben. Denn „nur ein bisschen“ Bodybuilding zu betreiben, ist nicht möglich. Es handelt sich also um eine eingeschweißte Szene, in der man sich gegenseitig kennt. Die Bodybuilder gehen zu speziellen Messen, haben eigene Wettkämpfe und tauschen sich auch online miteinander aus. Es handelt sich damit im wahrsten Sinne des Wortes um einen Lifestyle!

 

Beim Yoga rückt der Sport in den Hintergrund

In eine gänzlich andere Richtung geht hingegen das Yoga. Hier stand nämlich niemals der Sport im Vordergrund, sondern es hat sich aus einer indischen Lehre entwickelt, welche in den Bereich der Philosophie fällt. Neben den körperlichen Übungen steht dabei der Einklang von Körper und Seele im Vordergrund. Der Sport selbst ist somit nur ein Mittel zum Zweck, um positive Effekte wie ein verbessertes Wohlbefinden, eine höhere Konzentration, eine innere Entspannung und schlichtweg „Selbsterkenntnis“ zu erlangen – wie man im Yoga sagt.

Mittlerweile gibt es viele verschiedene Strömungen, sozusagen unterschiedliche Yoga-Wege, die sich wiederum in einer großen Vielfalt an Yoga-Arten widerspiegeln:

  • Raja Yoga
  • Karma Yoga
  • Jnana Yoga
  • Bhakti Yoga
  • Laya Yoga
  • Mantra Yoga
  • Kundalini Yoga

Hierbei handelt es sich aber noch um die philosophische Abgrenzung. Seit einigen Jahren erlebt die indische Lehre auch in Deutschland einen Aufschwung. Jedoch steht dabei der Sport im Vordergrund – wenn auch nicht losgelöst von der klassischen Lehre. Diese traditionellen Yoga-Formen wurden also weiterentwickelt, um gewisse Fitness-Ziele zu erfüllen.

Es gibt beispielsweise Yoga für den Muskelaufbau, Yoga für Beweglichkeit, Yoga für mehr Ausdauer oder Yoga zur Entspannung. Nur einige von vielen Beispielen sind:

  • Hatha Yoga
  • Yin Yoga
  • Aerial Yoga
  • Hormon Yoga

Mittlerweile wurde das Yoga also kommerzialisiert und für viele Menschen ist es nur eine von mehreren Sportarten, welche sie in ihrem Alltag ausüben.

Aber auch um das Yoga hat sich eine ganz eigene Branche entwickelt. So gibt es beispielsweise spezielle Yoga-Sportkleidung oder sogar Yoga-Lebensmittel. Jedoch besinnen sich auch immer mehr Personen auf die ursprüngliche Philosophie hinter dieser Sportart zurück und machen somit aus dem Yoga tatsächlich eine Lebensphilosophie.

Das bedeutet eine spezielle Ernährung, welche den Körper stärken soll, anstatt ihn zu belasten. Vor allem aber geht es darum, einen Weg aus dem stressigen Alltag in der Hektik der modernen Welt zu finden. Meditation gehört daher für viele Yogis zum Tagesablauf, ebenso wie die Yoga-Übungen selbst oder auch Entspannungs- sowie Konzentrationsübungen.

Es geht beim Yoga darum, den aktuellen Zustand der Zerstreutheit, in welchem sich viele Menschen heutzutage befinden, umzuwandeln in einen „höheren“ Geisteszustand. Das Ziel bei dieser Lebensphilosophie ist also gesund und glücklich zu sein sowie im völligen Einklang mit sich selbst. Als Zustand der Erleuchtung wird er bezeichnet, oder auch als „Nirdohah“.

Wer das Yoga nicht nur als eine Aneinanderreihung von Übungen betrachtet, sondern zu seiner Lebensphilosophie macht, betritt damit einen Weg der Achtsamkeit. Es gilt, in allen Belangen auf die eigene Gesundheit zu achten – sowohl physisch durch eine gesunde Ernährung, ausreichend Schlaf und die „Asanas“, wie die Übungen genannt werden, als auch auf einer psychischen Ebene.

Denn durch das Yoga kann, ähnlich wie bei der Meditation, eine Reihe von chronischen sowie psychosomatischen Beschwerden gelindert oder sogar präventiv verhindert werden. Viele Yogis streben daher vor allem nach einem „verbesserten“ Geisteszustand und einer besseren Gesundheit im Allgemeinen, anstatt sich nur auf die Sportart zu konzentrieren…womit Yoga definitiv mehr ist als lediglich ein Hobby.

 

Skating: Eine Subkultur mit langer Tradition

Während es sich beim Yoga- sowie Fitness-Trend noch um eher neue Erscheinungen handelt, ist die Skate-Szene mittlerweile schon beinahe ein Urgestein. Denn die Geschichte des Skateboardings beginnt bereits in den 1950er Jahren und seither hat sich der Trend hartnäckig gehalten.

Erfunden wurde das Skateboard in Kalifornien, wo Surfer auf die Idee kamen, sozusagen ein kleines Surfbrett mit Rollen auszustatten, um auch an Land fahren zu können. So hatten sie eine Alternative, wenn die Wellen mal einen Tag nicht hoch genug waren. Damals wurde das Skateboard noch als „Asphaltsurfer“ bezeichnet. Seither wurde die Technik natürlich weiterentwickelt, basiert aber nach wie vor auf ähnlichen Bewegungen wie beim Surfing.

Seit den 1960er Jahren gilt das Skateboarding als eigene Sportart und diese hat damals einen regelrechten Hype ausgelöst. Um das Skateboard entstand eine riesige Szene mit Magazinen, Wettkämpfen sowie einer komplett eigenen Modeindustrie. Viele bekannte Marken haben sich aus diesem Trend entwickelt und sind bis heute für ihren typischen „Skater-Look“ bekannt. Die charakteristischen Looks haben aber längst auch abseits der Subkultur viele Anhänger gefunden. Zwar mag der große Boom dieser Szene mittlerweile vorbei sein, geschrumpft ist sie seither aber nicht mehr.

Stattdessen gehört das Skateboard heutzutage quasi weltweit zum ganz normalen Stadtbild und viele junge Menschen üben diese Sportart nach wie vor mit großer Leidenschaft aus – sowie auch einige ältere Skater sind bis heute bei ihrem Hobby geblieben.

Das Skateboard ist also mehr als eine Modeerscheinung und für viele Skater auch mehr als nur eine Freizeitbeschäftigung. Ihre gesamte Freizeit findet häufig mit dem Board oder in speziellen Skateparks statt. Dort haben sie schließlich ihre Freunde. Zur „Philosophie“ gehört dabei etwa, sich beim Boarden auf kreative Weise die öffentlichen Räume zu Eigen zu machen.

Aufgrund ihres einzigartigen Styles lassen sich Skater meist schon auf den ersten Blick erkennen und das Skateboard unter den Füßen oder am Rucksack darf so gut wie nie fehlen.

Eine tiefergehende Philosophie steckt jedoch nicht hinter dem Sport. Zwar sind viele Skater eher linksgerichtet und tendieren teilweise in Richtung Punk. Daher hat sich auch die eigene Musikrichtung namens „Skatepunk“ entwickelt. Insgesamt ist Skating aber eine bunte Mischung und wohl alles ein bisschen: Sport, Lifestyle und Lebensphilosophie – allerdings weniger ausgeprägt als beispielsweise Yoga. Es wird daher eher als Subkultur bezeichnet.

 

Ist das Surfing mehr als nur ein Hobby?

Das Skating hat sich aus dem Surfing entwickelt, wie nun deutlich geworden ist. Da drängt sich die Frage auf, ob es sich auch beim Surfen um eine Subkultur handelt – oder einen Lifestyle, oder eine Lebensphilosophie? Auch hier lautet die Antwort: Alles ein bisschen!

Eigentlich ist das Wellenreiten ein Sport. Es braucht die richtige Technik, viel Training sowie körperliche Fitness. Die besten Surfer der Welt messen sich regelmäßig auf Wettkämpfen und im Jahr 2020 wird das Surfen sogar erstmalig eine offizielle Disziplin bei den Olympischen Spielen in Tokio sein. Das Surfing ist also eine Wassersportart und wie bei allen anderen Sportarten auch, bleiben die Surfer gerne unter sich.

Eine Lebensphilosophie wie jene beim Yoga steht allerdings nicht hinter dem Sport. Und das Leben so vollkommen auf seine sportlichen Ziele auszurichten wie beim Bodybuilding, ist ebenfalls nicht notwendig – zumindest, solange das Surfing nicht professionell betrieben wird. Es gibt also viele Wellenreiter, die nur ein- bis zweimal pro Jahr auf dem Brett stehen, oder sogar seltener – wann immer sich eben die Gelegenheit ergibt. Dennoch gibt es natürlich eine eigene Surfer-Szene und auch einen eigenen Style, welcher zum Beispiel aus

  • Boardshorts,
  • einer Beanie,
  • einem Crop Top oder
  • einem Tanktop mit abgeschnittenen Ärmeln

besteht. Auch die berühmten UGG Boots sind ursprünglich in der Surfer-Szene entstanden; darüber hinaus gibt es ähnlich wie in der Skater-Szene typische Marken, die sich im Rahmen dieser Subkultur etabliert haben. Ihr Produktportfolio, dass zunächst aus Sportkleidung speziell fürs Surfen bestand, wurde im Laufe der Zeit auf weitere Freizeitkleidung passend zum Surf-Lifestyle erweitert. Mittlerweile sind diese Marken auch bei Skatern, BMXern oder Menschen beliebt, die einfach grundsätzlich auf den lässigen Look stehen.

Genau dadurch zeichnet sich die Szene aus: Surfer nehmen das Leben locker und haben ein großes Freiheitsbedürfnis. Sie reisen oft um die Welt und möchten selbstbestimmt und im Einklang mit der Natur leben.

Einfachheit und Minimalismus herrschen dabei vor, obwohl es sich gerade beim Surfing eher um einen Sport der wohlhabenden Mittelschicht handelt. Schließlich ist die Ausrüstung alles andere als günstig. Zudem engagieren sich viele Surfer für den Umwelt- und Klimaschutz, schließlich bekommen sie aufgrund ihrer Nähe zum Meer die Auswirkungen der Umweltverschmutzung oft zuerst zu spüren.

Noch weitere Schlagworte treffen auf viele Wellenreiter zu: Sie streben nach ewiger Jugend im Sinne eines Lebens ohne Verpflichtungen, nach unendlichem Urlaub oder unvergesslichen Abenteuern. Ein klassischer „Nine-to-Five-Job“, ein Eigenheim sowie materieller Wohlstand oder ein Leben zwischen Terminen und Hektik – all das sucht man bei den meisten Surfern vergebens.

Auch das Surfing hat also eine Subkultur hervorgebracht oder zieht einen bestimmten Typ Mensch an. Das trifft aber längst nicht auf alle Surfer zu, schließlich ist es für manche nur ein Hobby und für andere eben doch eine Lebensphilosophie.

 

Pilates: Achtsam und bewusster leben

Ebenfalls in den 1960er Jahren hat Pilates als Sportart einen Aufschwung erlebt. Erfunden wurde diese aber bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts durch Joseph Hubertus Pilates. Seine Grundidee war, die Muskeln mit Hilfe des Geistes zu steuern. Daher nannte er seine Methode zu Beginn noch „Contrology“. Dabei handelte es sich um ein ganzheitliches Körpertraining, welches eigentlich für Soldaten entwickelt wurde.

Später unterrichtete er aber auch die Polizei sowie Privatklienten und erfand die erste Pilates-Maschine. Nach seiner Auswanderung in die USA kam er außerdem mit dem Tanz in Berührung und nahm davon Elemente in das Pilates-Training mit auf. In den 1960er Jahren wurde dieses schließlich von den New Yorker Tänzerinnen für sich entdeckt und hat sich dadurch vor allem unter Frauen zur neuen Trendsportart entwickelt.

In den 1990ern wurde Pilates schließlich zunehmend mit Wellness kombiniert und von immer mehr Fitnessstudios ins Kursprogramm aufgenommen. Das Besondere an Pilates ist die Stärkung nicht nur großer, sondern auch kleiner Muskelgruppen, die häufig vernachlässigt werden und daher zu schwach sind. Ziel ist eine gesunde Körperhaltung sowie viele weitere positive Effekte auf der körperlichen Ebene, zum Beispiel

  • mehr Kraft
  • eine bewusstere Atmung
  • schnellere Rehabilitation
  • größere Beweglichkeit
  • bessere Kondition
  • gesteigerte Bewegungskoordination

Vor allem aber soll die Körperwahrnehmung verbessert werden. Und genau diese grundlegende Überzeugung hat dafür gesorgt, dass Pilates für viele Menschen mittlerweile mehr ist als eben nur eine Sportart. Sie leben und trainieren nach den sogenannten „Pilates-Prinzipien“. Somit ist die Sportart für viele Menschen zwar nur ein Hobby, für viele andere aber auch ein kompletter Lifestyle, welcher häufig eine verbesserte Gesundheit sowie einen Gewichtsverlust zum Ziel hat.

Neben dem eigentlichen Sport steht beim Pilates die Kontrolle im Mittelpunkt. Es geht darum, bewusster zu leben, achtsam mit sich selbst umzugehen und sein Leben aktiv zu kontrollieren – sei es bei der Ernährung, beim Training oder auch in anderen Lebensbereichen wie im Job. Der Sport wird somit als Weg zum inneren Frieden angesehen, welcher Stress abbauen, das Selbstvertrauen steigern, das Körpergefühl verbessern und schlichtweg für mehr Stabilität im Innen und im Außen sorgen soll.

Zumindest in einigen Fällen könnte Pilates daher als Lebensphilosophie bezeichnet werden.

 

Fazit: Lifestyle oder Lebensphilosophie?

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass für viele Menschen der Sport mehr ist als nur ein Hobby oder eine Maßnahme für eine bessere Gesundheit. Einige Sportarten wie Fitness, Bodybuilding, Skating oder Yoga haben sich sogar zu einem regelrechten Lifestyle entwickelt, stellen vielleicht eine Lebensphilosophie dar oder haben eine komplette Subkultur hervorgebracht.

Worum genau es sich handelt, hängt aber stets vom Einzelfall ab. So ist das Surfing beispielsweise für manche nur eine spaßige Freizeitbeschäftigung, aber für andere der Mittelpunkt ihres gesamten Lebens. Beim Bodybuilding gibt es hingegen nur das Entweder-oder, denn wer hier nicht voll und ganz seinen Alltag danach ausrichtet, kann keine großen Erfolge erwarten. Ob es sich also um einen Lifestyle, eine Lebensphilosophie, eine Subkultur oder einfach um Sport handelt, lässt sich nicht pauschal sagen. Fakt ist aber, dass der Sport in vielen Fällen – aber nicht immer – mehr ist als eben nur Sport!

 

 

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Axel Momper

Axel Momper hat bereits 1987 an der Uni Heidelberg einen Abschluss in Ernährung und Diätetik erworben. Während seines gesamten Studiums und während seines Berufslebens lernte und demonstrierte er verschiedene Fähigkeiten in klinischen, kommunalen und gastronomischen Einrichtungen. Im Rahmen seiner klinischen Tätigkeiten hatte er auch die Gelegenheit, in einem Kinderkrankenhaus zu arbeiten. Axel ist leidenschaftlich daran interessiert persönliche Ernährungsberatung anzubieten, um ihnen zu helfen, ihre Ziele zu erreichen und auf die Erhaltung einer ausgewogenen und gesunden Lebensweise hinzuarbeiten.

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