Ashwagandha
AshwagandhaEin vielseitiges Heilmittel der ayurvedischen Medizin

Ashwagandha – Erfahrungen und Wirkung der Schlafbeere auf die Schilddrüse

Das kleine, unscheinbare Kraut, das in Afrika und Teilen Südostasiens wächst, birgt allerlei Schätze in sich. Schon seit Jahrhunderten wird *Ashwagandha* in der Ayurveda Medizin als Wundermittel gehandelt und für verschiedene Zwecke eingesetzt. Nun hat das Kraut endlich auch seinen Weg in den Westen gefunden, wo er rasch den Heilkräuter-Markt erobert.

Besonders zur Behandlung von Stress, Angstzuständen und Schlafstörungen wird das Kraut eingesetzt. Aber auch zur Behandlung von Libidoproblemen, zum Abnehmen, bei Konzentrationsstörungen, bei Problemen mit der Schilddrüsenfunktion und sogar bei der Vorbeugung von Krebs wird der indische Ginseng erfolgreich eingesetzt.

Die Pflanze ist besonders deshalb ein ganz außergewöhnliches Heilmittel, da sie trotz ihres breiten Einsatzbereiches sehr harmlos auf den Körper wirkt. Tatsächlich sind Ashwagandha Nebenwirkungen so gut wie nicht vorhanden.

Was ist Ashwagandha?

Ashwagandha, mit botanischem Name Withania somnifera, ist ein Nachtschattengewächs, dem gewisse Heilkräfte zugeschrieben werden. Hierzulande ist die Pflanze auch bekannt unter den Namen Winterkirsche, Indischer Ginseng oder Schlafbeere. Der Sanskrit Name der Pflanze bedeutet soviel wie „Geruch des Pferdes“.

Der indische Name der Pflanze deutet nicht allein auf den Geruch des Gewächses hin, sondern zugleich auf ihre Wirkung: sie soll bei Einnahme stärken wie ein Pferd.

Es handelt sich um eine krautige Pflanze, deren Früchte äußerlich den Kapstachelbeeren ähneln. Auch der indische Ginseng ist umhüllt von einer feinen, papierähnlichen Schicht, die in drei bis vier Blättern spitz zusammenläuft. Im Inneren befindet sich die kleine, rote Beere – hierin liegt auch die heilende Kraft der Pflanze. Die kleinen umhüllten Beeren baumeln in einem Kelch an den Stielen der Pflanze. Die Pflanze kann je nach Größe zwischen 30 und 150 cm hochwachsen. Das Kraut ist an Stiel und Blättern behaart. Die Blätter werden zwischen 2,5 und 12 cm lang und zwischen 2 und 7 cm breit. Es bilden sich Gruppen von bis zu sechs Blüten an einem Blütenstand. Die Beere erreicht ein Durchmesser von 5 bis 8 mm. Beim Trocknen nehmen die Samen eine blass braune Farbe an. Ihre Form ist nierenförmig-scheibenförmig.

Die Beere ist relativ weit verbreitet; sie findet sich in Gebieten wie Afrika, in Spanien, Sizilien, Griechenland, Sardinien, auf den Kanaren und Kapverden, auf der Arabischen Halbinsel, in China, Mauritius sowie in Vorder- und Südasien.

Wie wirkt Ashwagandha?

Im Ayurveda wird dem Kraut Ashwagandha eine entzündungshemmende, antitumorale, stresshemmende, antioxidative, revitalisierende, aphrodisierende sowie immunstärkende Wirkung zugeschrieben. Es gilt als Adaptogen, das das körpereigene Immunsystem stimuliert sowie das Gedächtnis stärkt. Es hilft bei der Stress Bekämpfung, dank seiner Anti-Stress-Eigenschaften. Es erhöht den Anteil der weißen Blutkörperchen und bereitet den Körper darauf vor, Antigene gegen verschiedene Infektionen und Allergien zu bilden.[1]

Es ist zusätzlich als ein Stärkungsmittel für das Herz und die Lunge gedacht, da sein regelmäßiger Verzehr den hohen Blutdruck reguliert und den Herzschlag steuert. Es hat eine solide nährende und auch sichere Wirkung auf das Nervensystem. Verschiedene andere Vorteile von Ashwagandha sind:

  • Es verringert die Entzündung der Gelenke, lindert Arthritis und erhöht auch das Energieniveau des Körpers.

  • Es ist zusätzlich als ein Sexualstimulans für beide Männer und Frauen gedacht.

  • Seine routinemäßige Verwendung hilft bei der Aufrechterhaltung der Zucker- und Cholesterinwerte.

  • Es ist das einzige natürliche Kraut, das das Immunsystem von HIV-Patienten aufrechterhält.

Es wird verwendet, um das Leben zu verlängern, die gesamte Gesundheit zu stärken, die psychologische Funktion zu verbessern, die Fruchtbarkeit und den Sexualtrieb zu erhöhen, die körperliche Energie zu steigern und auch gegen Infektionen zu schützen.[2] Es wirkt also als Immun-Booster.

Die Ashwagandha-Pflanze wurde tatsächlich für ihre möglichen Wellness-Vorteile erforscht. Es gibt Beweise dafür, dass sie sowohl neuroprotektive als auch entzündungshemmende Wirkungen haben kann. Entzündungen untermauern verschiedene Gesundheitszustände und eine Verringerung der Entzündung kann den Körper gegen eine Reihe von Zuständen schützen.[3]

Verschiedene Behandlungen nutzen verschiedene Teile der Pflanze, bestehend aus abgefallenen Blättern, Samen, Früchten und Wurzeln. Es existieren ermutigende Studien, die entdeckt haben, dass Ashwagandha in der Lage sein könnte, das Zellwachstum in bestimmten Krebszellen zu stoppen.[4] Dies schließt die Verringerung von Lungengerinnseln in Forschungsstudien mit Haustieren ein.

Wenn Ashwagandha als mentale Therapie verwendet wird, könnte es funktionieren, indem es die Neurotransmitter des Geistes ausgleicht. Dies bedeutet, dass es ähnlich wie andere Behandlungen für Angst und Stress funktioniert.[5] Es ist ebenfalls möglich, dass Ashwangadha auf Serotoninrezeptoren in einer Weise ähnlich wie SSRI-Antidepressiva wirken kann, aber ohne alle ihre unsicheren Nebenwirkungen.

Sieht man sich die Liste der Gebiete an, in denen die Pflanze Verwendung findet, könnte man sie praktisch als Allheilmittel betrachten. Zahlreiche Erkrankungen und Beschwerden sollen von der Beere geheilt oder gelindert werden. Wenngleich die Wunderwirkungen der Beere hierzulande noch relativ unbekannt sind und eher als Geheimtipp gelten, sind sie in Indien und vielen anderen ostasiatischen Ländern bekannt für ihre stärkenden Kräfte.

Um zu verstehen, woher die positiven Wirkungen der Pflanze stammen, sollte man sich einen Überblick über ihre Inhaltsstoffe verschaffen. Die Wirkstoffe befinden sich teils in den Blättern, teils, in höheren Konzentrationen, in der Wurzel des Krautes. Fünf Inhaltsstoffe sind dabei ausschlaggebend:

  1. Withanolide

  2. Alkaloide

  3. Fettsäuren

  4. Choline

  5. Aminosäuren

Die wichtigsten Inhaltstoffe sind die Withanolide und die Alkaloide – diese finden sich hauptsächlich in der Wurzel der Pflanze. Aus wissenschaftlicher Sicht wurde noch nicht geklärt, welcher dieser beiden Wirkstoffe die Hauptursache für die Wirkung des Krautes ausmacht.

Es wird vermutet, dass es keinen Hauptwirkstoff gibt, sondern, dass das Zusammenspiel der unterschiedlichen oben aufgelisteten Inhaltsstoffe der Pflanze ihre Wunderwirkung verleiht. Die verschiedenen Wirkweisen und Konzentrationszusammensetzungen entfalten dadurch ein weites Spektrum an Anwendungsgebieten.

Wenngleich es keinen Hauptwirkstoff als solches gibt, so wird dennoch vermutet, dass hohe Konzentrationen von Withanoliden zu größeren Erfolgen führen. Beim Kauf eines Ashwagandha-Präparates sollte daher auf eine verhältnismäßig hohe Konzentration von Withanoliden geachtet werden, da in dem Fall geringere Dosen ausreichen, um die erhofften Wirkungen zu erzielen. Die Withanolid-Konzentration beträgt zumeist zwischen 2,5 und 10 %.

Es ist also nicht überraschend, dass die Pflanze Verwendung in der Ayurveda-Therapie findet. Ayurveda ist eine traditionelle indische Heilkunst, die im Westen besonders in der Alternativmedizin aufgenommen wurde. In Ländern wie Indien, Sri Lanka und Nepal wird diese Heilkunst neben moderner Schulmedizin gelehrt und als solche bei Patienten angewandt. In der Lehre des Ayurveda wird die Pflanze als Kraut mit sattvischer Natur bezeichnet. Dies bedeutet, dass durch die Einnahme Klarheit und Ruhe des Geistes gefördert werden. Pflanzen mit sattvischer Natur nähren Geist und Körper, bringen beide ins Gleichgewicht und regulieren die Emotionen.

Im Ayurveda wird die Beere häufig als „Wunderbeere“ gesehen, da sie vielfältige Anwendungsbereiche abdeckt. Stressbeseitigung steht dabei im Vordergrund. Die Ayurveda-Lehre befasst sich unter anderem mit den sogenannten drei Doshas. Der Begriff lässt sich in etwa übersetzten mit „das, was Probleme verursachen kann“. Die drei Doshas heißen Vata, Pitta und Kapha. Dem indischen Ginseng werden vor allem Wirkungen im Bereich der Vata-Störungen zugesagt. Das Vata reguliert die Bewegungsabläufe im Körper, psychisch und physisch.

Das Vata Dosha erhöht sowohl geistige als auch körperliche Belastungen. Daher spürt ein Patient solche Vata-Störungen als Schlafstörungen, Sorgen, emotionale Verstimmungen oder Angstzustände im psychischen Bereich, aber auch in Form von Muskelbeschwerden, Zuckungen oder Verdauungsproblemen im physischen Bereich. Wer der Ayurveda-Lehre vertraut, kann also bei Rastlosigkeit oder Schlafstörungen von einem erhöhten Vata Dosha ausgehen. In diesem Fall kann der indische Ginseng Abhilfe verschaffen.

Der Wirkungsradius der Winterkirsche umfasst ein weites Spektrum. Die adaptogen wirkenden Präparate werden, wie bereits erwähnt, zur Linderung von Stress eingesetzt. Das langfristige Ziel ist es, dem Patienten somit eine höhere Stresstoleranz zu gewährleisten, indem dieser einen höheren Widerstand gegen Stressoren aufbaut.

Ein weiterer wichtiger Anwendungsbereich ist die fruchtbarkeitsfördernde Wirkung der Pflanze. Als Aphrodisiakum wird der Beere eine Kraft zur Steigerung der Libido zugeschrieben – sowohl bei Männern, als auch bei Frauen. Oftmals wird das Präparat im Ayurveda als eine Art Verjüngungsmittel genutzt, um sowohl die Alter des Gedächtnisses als auch des Intellektes und des Körpers zu verzögern.

Körperliche Anwendung findet das Kraut unter anderem in Form eines Extraktes zur Entzündungshemmung oder Wundheilung bei Furunkeln und Hauterkrankungen, sowie auch zur Stärkung der körperlichen Abwehrkraft und der Steigerung des Blutdrucks bei niedrigem Blutdruck.

Wenngleich die Winterkirsche in Europa noch recht unbekannt ist, wurden bereits einige Ashwagandha-Studien durchgeführt, welche die Ashwagandha Wirkung bestätigen.

Welches Ashwagandha ist das Beste?

Die Schlafbeere wird typischer Weise in einer von drei verschiedenen Formen eingenommen: Als Tablette oder Kapsel, in Form von Tropfen, oder als reines Pulver. Wer Ashwagandha kaufen möchte, sollte Folgendes beachten: Ein gutes Produkt sollte nichts Anderes als reines Wurzelpulver enthalten, bzw. im Fall von Tropfen alkoholfrei sein und aus reinem Wurzelextrakt bestehen. Wenn Reispulver oder Magnesiumstearate in das Pulver beigemischt sind, sollte man die Finger von dem Produkt lassen.

Gegen welche Beschwerden hilft Ashwagandha?

Neben seiner beruhigenden Wirkung und potentiellen Libido-Steigerung zeigen zahlreiche Studien, dass die Schlafbeere noch viele andere Gesundheitsvorteile bietet. Studien haben gezeigt, dass die Pflanze folgende Wirkungen aufweist:

Linderung von Stresserscheinungen

Der bekannteste und erfolgreichste Anwendungsbereich der Beere ist die Behandlung von Stresserscheinungen. Das Extrakt der Pflanze in hohen Dosen erhöht nachweislich die Widerstandsfähigkeit gegen Stress. Studienteilnehmer verzeichneten eine deutliche Verbesserung der Lebensqualität und höhere Selbstbewertung. Ein großer Vorteil der Heilpflanze liegt darin, dass bei Ashwagandha Nebenwirkungen sehr gering bis nicht vorhanden sind. Dies macht die Beere zu einem beliebten Mittel gegen Stresserscheinungen.[6]

Minderung von Angststörungen und Depressionen

Ashwagandha Studien haben eindeutig gezeigt, dass die Pflanze Patienten mit Depressionen und Angststörungen helfen kann.

Laut einer Studie könnte das Heilkraut sogar mit anderen gängigen Pharmazeutika konkurrieren, die bei solchen Störungen verabreicht werden, allerdings ohne jene Nebenwirkungen aufzuzeigen. Bei dieser 3-monatigen Studie nahmen 87 Patienten mit Angstzuständen teil. Eine Gruppe erhielt zweimal täglich 300 mg Wurzelextrakt, die andere nahm als Kontrollgruppe ein Placebo ein. Die Gruppe, der das Wurzelextrakt verabreicht wurde, verzeichnete eine deutliche Minderung ihrer Angstzustände, aber auch eine Verbesserung der Konzentration. Auch Stress und Müdigkeit hatten sich deutlich vermindert gegenüber der Gruppe, die Placebo-Pillen einnahm.

Regulierung der Schilddrüse

Die sogenannten Adaptogene, die in der Pflanze enthalten sind, fördern die Gesundheit der Schilddrüse um ein Vielfaches. Noch ist nicht klar, wie diese Adaptogene wirken, doch es ist nachgewiesen, dass sie das hormonelle Gleichgewicht fördern können. Was die Winterkirsche so interessant macht, ist, dass sie sowohl Patienten mit Schilddrüsenunter- als auch mit Schilddrüsenüberfunktion helfen kann. Auch Patienten mit einer Schilddrüsenentzündung können laut Ashwagandha Studien deutliche Verbesserungen erfahren.

Behandlung und Vorbeugung von Krebs

Das Extrakt der Wurzel hat in einigen Studien tumorhemmende Wirkungen aufgezeigt. Wissenschaftler vermuten, dass die Einnahme der Pflanze die Ausbreitung von Krebszellen unterdrückt. Insbesondere Erkrankungen wie Brust,- Magen-, Lungen- und Darmkrebs können dadurch vorgebeugt und behandelt werden. Die antioxidativen Eigenschaften der Pflanze, sowie ihre immunsystemfördernde Wirkung erklären unter anderem die Kraft der Wurzel, das Krebszellenwachstum zu verhindern.

Ausdauer- und Widerstandssteigerung

Die Eigenschaft der Pflanze, die Gehirnfunktion zu erhöhen und körperlichen Schmerz zu reduzieren, steigert Ashwagandha Studien zufolge die Ausdauer bei körperlicher Betätigung. Die beruhigende und zugleich energiefördernde Eigenschaft der Wurzel führen zu erhöhter Motivation, Konzentration und Ausdauer. Das Kraut hat des Weiteren eine schmerzlindernde Wirkung auf Gelenke und Muskeln.[7]

Verlangsamung der Hirnzellendegeneration

Es wird vermutet, dass der indische Ginseng die Kognition fördert. Es wurde bereits erfolgreich bei Kindern mit Gedächtnisschwäche eingesetzt, und kann dem Gedächtnisverlust im Alter vorbeugen.[8] Wer Ashwagandha Erfahrungen gemacht hat, wird bemerkt haben, dass die Wurzel konzentrationsfördernde Wirkungen hat, die auch das Gedächtnis schärfen. Die Entspannung, die das Kraut hervorruft, führt zu einem verbesserten Langzeitgedächtnis.

Behandlung männlicher Unfruchtbarkeit

Neben der Stressminderung hat die Schlafbeere noch einen zweiten weit verbreiteten Anwendungsbereich: die Behandlung von männlicher Unfruchtbarkeit und sexueller Dysfunktion.[9] Studien zufolge kann die Wurzel den Testosteronspiegel erhöhen und die Spermatogenese induzieren. In der Behandlung der männlichen Sexualdysfunktion kann die Wurzel aufgrund seiner psychisch beruhigenden und zugleich leistungssteigernden Wirkungen die Fruchtbarkeit fördern.

Schutz von Leber und Darm

Studien, die bei Ratten durchgeführt wurden, zeigen beim Ashwagandha Test, dass das Mittel den Gallensäuregehalt um ein Vielfaches verringert.[10] Ein Ashwagandha-Einlauf wird bei menschlichen Patienten verabreicht, die unter Darmgeschwüren, rektalen Blutungen und Reizdarm leiden. Die Ashwagandha Erfahrungen zeigen, dass die Pflanze tatsächlich hilft.

Förderung der Knochengesundheit

Studien zufolge regt die Wurzel die Knochenbildung an und kann so zum Knochenaufbau genutzt werden. Im Ashwagandha Test wurde festgestellt, dass Patienten, die das Extrakt aufnahmen, höhere Mengen an Kalzium im Körper behalten und die Knochenkalzifikation angeregt wird.[11] Die Blätter der Pflanze verhindern den Knochenverlust bei Mäusen.

Abnehmen

Der indische Ginseng wird im Osten auch gerne zum Abnehmen verabreicht. Die Regulierung der Körperfunktionen hilft bei Blähungen und Verdauungsstörungen und regt den Stoffwechsel an.

Wie wird Ashwagandha eingenommen bzw. wie dosiert man es?

Es gibt keine einheitliche Dosierung von Ashwagandha-Extrakt. Es handelt sich um eine Pflanze, die in Indien seit Jahrhunderten zur Vorbeugung und Behandlung klinischer Erkrankungen eingesetzt wird. Es werden jedoch noch Forschungsarbeiten durchgeführt, wie sie funktioniert und wie die richtige Dosis sein sollte. In diesem Artikel werden wir die Ashwagandha-Dosierungen basierend auf bestimmten Verwendungen sowie die nachteiligen Auswirkungen der Einnahme von Ashwagandha untersuchen.

In der Regel nehmen Menschen Ashwagandha auf eine von zwei Arten ein. Sie trinken entweder einen Extrakt oder sie kauen die Wurzel direkt und lassen sie mindestens fünf Minuten auf der Zunge liegen, bevor sie sie schlucken. Die Dosierung, die genommen wird, hängt davon ab, was Sie Ashwagandha für verwenden.

Verschiedene Forschungen haben verschiedene Dosierungen verwendet. Einige empfehlen, dass die tägliche Einnahme von 250 bis 600 mg Stress verringern kann. Verschiedene andere Forschungsstudien haben viel höhere Dosierungen verwendet.

Die Kapsel enthält typischerweise zwischen 250 und 1.500 mg Ashwagandha. Das Kraut ist in Form einer Kapsel, Pulver sowie als Flüssigkeit erhältlich.

Es gibt insgesamt vier Formen, in denen sich Ashwagandha einnehmen lässt:

  1. Ashwagandha Pulver

  2. Ashwagandha Kapseln oder Tabletten

  3. Tinktur bzw. Tropfen

  4. Tee

Kapseln: Die gängige Dosis der Kapseln beträgt zweimal täglich eine Kapsel à 400-500 mg. Die Tablette oder Kapsel ist mit einem Schluck Wasser oral einzunehmen.

Pulver: Beim Pulver sollte die gleiche Menge eingenommen werden, wie bei den Kapseln: zweimal täglich ein Löffel à 400-500mg. Das Pulver kann mit Flüssigkeit eingenommen werden, oder beigemischt mit Joghurt, Säften oder Smoothies.

Tinktur: Abhängig von der Konzentration der Lösung kann man dreimal täglich 20-60 Tropfen einnehmen.

Tee: Einen halben Teelöffel Pulver in einem viertel Liter Wasser aufkochen, 10 Minuten kochen lassen und 30 Minuten ziehen lassen. Dreimal täglich 125 ml trinken.

Ein milder Sud, der aus Tinktur und Butterfett oder Öl oder Honig zubereitet wird, kann ebenfalls effektiv sein. Die Ashwagandha Dosierung erfolgt hierbei so wie bei der Tinktur.

Die Dosierung des Heilmittels sollte folgendermaßen verlaufen: beginnend mit 400-500 mg täglich, kann die Tagesdosis alle drei Tage um 500 mg erhöht werden, bis die maximale Dosis von 1.500 mg erreicht wird. Es gilt dabei, zu beobachten, ob Nebenwirkungen eintreten.

Beim Auftreten von Nebenwirkungen sollte die Behandlung für einige Tage abgebrochen werden. Sobald die Nebenwirkungen abgeklungen sind, kann wieder mit der Mindestdosis begonnen werden.

Ashwagandha Nebenwirkungen sind sehr geringfügig. Für Gewöhnlich treten keine Nebenwirkungen auf; in hohen Dosen kann die Wurzel jedoch zu Bauchschmerzen und Durchfall führen.

Unbedingt zu beachten ist, dass das Präparat unter keinen Umständen während der Schwangerschaft eingenommen werden sollte, da die Gefahr einer Fehlgeburt besteht.

Da die Pflanze als Beruhigungsmittel wirkt, sollte die Einnahme mit Alkohol oder anderen Sedativa und angstlösenden Pharmazeutika vermieden werden.

Schlussendlich ist es empfehlenswert, auf Pflanzenpräparate aus biologischem Anbau einzunehmen, da in solchen Fällen die Verschmutzung durch Pestizide und ähnliches geringer ist.

Ashwagandha wurde in den vier Jahrtausenden intensiv untersucht.

Dieses natürliche Kraut bietet ähnliche Unterstützung, wie die Adaptogenen Eleuthero (Eleutherococcus senticosus, oft als sibirischer Ginseng bezeichnet) sowie Ginseng (sowohl Panax Ginseng als auch Panax Quinquefolius) für eine gesunde und ausgewogene Stressreaktion.[12] Infolgedessen wird es gelegentlich als „indischer Ginseng“ bezeichnet, obwohl es nicht mit der Ginseng-Art verwandt ist. Ashwagandha wirkt beruhigend und auch Stress lindernd, während Ginseng die Energie und Ausdauer unterstützt.[13] Dr. Mary Bove, Mitglied des wissenschaftlichen Beirats von Gaian Herbs, betrachtet Ashwagandha als:

  • Erdend

  • Beruhigend

  • Zurückbringend

Ashwagandha und der synergistische Ansatz

Sie können Ashwagandha alleine einnehmen, aber die Mehrheit der Ayurveda-Profis empfehlen, eine kollaborative Technik anzuwenden.

„Zusammenarbeiten“ bezieht sich auf die Kommunikation oder Interaktion von zwei oder sogar mehreren Verbindungen, um ein kombiniertes Ergebnis zu erzeugen, das über der Menge ihrer getrennten Teile liegt.

Während man möglicherweise allein von Ashwagandha schon profitiert, nutzt die synergistische Strategie mehrere Vorteile, durch die Einnahme einer Reihe natürlicher Kräuter.

Deshalb enthalten die meisten Ashwagandha-Produkte entsprechende Kräuter wie Cordyceps, Rhodiola, Holy Basil und auch Schisandra.

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über Ashwagandha

Ashwagandha ist ein natürliches Heilmittel in der ayurvedischen Medizin. Einige Forschungsstudien deuten darauf hin, dass Ashwagandha eine Reihe von gesundheitlichen Vorteilen haben könnte, bestehend aus der Minimierung von Angst und Unruhe und der Verbesserung von Gelenkentzündungen.

Schwangere Frauen und auch Menschen mit vorbestehenden Gesundheitszuständen sollten mit ihrem Arzt sprechen, bevor sie Ashwagandha verwenden.

Die meisten der bisherigen Forschungen sind klein und wurden an Tieren durchgeführt. Aus diesem Grund können die Wissenschaftler nicht mit Sicherheit behaupten, dass es eine effiziente Therapie ist. Es ist noch viel mehr Arbeit nötig.

Wenn eine Einzelperson wählt, dieses Kraut als Teil eines Therapieplans zu verwenden, müssen sie sicherstellen, um es mit ihrem medizinischen Fachmann zuerst zu besprechen.

In einigen Fällen kann die Einnahme hoher Dosen unangenehme negative Auswirkungen haben. Es ist am besten, mit einem medizinischen Fachpersonal über Sicherheit und Dosierung zu sprechen, bevor Sie brandneue Bio-Präparate, einschließlich Ashwagandha, einnehmen.

Ashwagandha kann sich mit anderen Medikamenten zu Wechselwirkungen kommen, die Sie möglicherweise einnehmen. Daher ist es sehr wichtig, mit Ihrem Arzt zu sprechen, bevor Sie Ashwagandha in Ihre Diät aufnehmen.[14] Außerdem gehört Ashwagandha zur Familie der Nachtschattengewächse. Wenn Sie verschiedene andere Produkte des Nachtschattengewächs nicht mögen – Tomaten, Auberginen, Paprika oder Kartoffeln -, sind Sie möglicherweise allergisch gegen Ashwagandha.

Aufgrund der Tatsache, dass viele Ashwagandha-Präparate eher aus dem Ursprung der Pflanze als aus den Beeren hergestellt werden, können Sie dies möglicherweise besser vertragen werden.[15] Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie Ashwagandha zu Ihrem täglichen Gesundheitsprogramm hinzufügen.

Fazit: Warum ist Ashwagandha so gesund?

Es lässt sich also abschließend sagen, dass es sich bei der Schlafbeere um ein ausgesprochen vielseitiges Heilmittel handelt. Ashwagandha im Test hat mehrfach bewiesen, dass es positive Wirkungen auf den Schlaf hat, stresslösend ist, beim Abnehmen hilft, Angststörungen bekämpft, Potenzprobleme beseitigt und die Fruchtbarkeit fördert. Dazu fördert die Winterkirsche deutlich den Antrieb, die Motivation, die Ausdauer, die Konzentrationsfähigkeit und das Gedächtnis.[16] Erfahrungen zeigen mehrfach, dass die Pflanze hält, was sie verspricht. Die Dosierung ist relativ simpel, und dank vieler vertrauenswürdiger Online-Anbieter ist es sehr einfach, Ashwagandha zu kaufen. Die Nebenwirkungen sind geringfügig bis nichtexistent; es sollte lediglich bei Schwangerschaft vermieden werden. Abschließend lässt sich also sagen, dass diese Wunderbeere ein Prachtexemplar der alternativen Medizin ist und allerhand kann.


Quellenverzeichnis

[1]: https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S0944711300800306?via%3Dihub

[2]: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC6750292/

[3]: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC6979308/

[4]: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3252722/

[5]: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3252722/

[6]: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/31924033/

[7]: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/31888204/

[8]: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/31871942/

[9]: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/31870211/

[10]: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/31799348/

[11]: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/31757995/

[12]: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3757622/

[13]: https://ascopost.com/issues/march-25-2018/ashwagandha/

[14]: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/25796090/

[15]: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/23125505/

[16]: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/31757014/

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Falls Sie weitere Fragen oder Anregungen zum Thema haben, können Sie mich gern kontaktieren.

  • Dr Jennifer Bülow

    Dr. med. Jennifer Bülow

    Fachärztin für Allgemeinmedizin

    Als studierte Ernährungsberaterin unterstützt Fr. Dr. med. Jennifer Bülow anderen Menschen täglich dabei, ihre Ernährung vitaler zu gestalten und einen gesünderen Lebensstil zu führen. Ihre Vision ist es, ihr großes Wissen um Nahrungsergänzungsmittel und natürliche Heilmittel mit anderen zu teilen und somit mehr Menschen zu neuen Körpergefühl zu verhelfen.

Häufig gestellte Fragen

Hier finden Sie aktuelle Antworten auf häufig gestellte Fragen zum Thema.

Was ist Ashwagandha?
Das kleine unscheinbare Kraut, das in Afrika und Teilen Südostasiens wächst, birgt allerlei Schätze in sich. Schon seit Jahrhunderten wird Ashwagandha in der der Ayurveda Medizin als Wundermittel gehandelt und für verschiedene Zwecke eingesetzt.
Welche Nebenwirkungen hat Ashwagandha?
Generell sind bei Ashwagandha keine Nebenwirkungen im herkömmlichen Sinne bekannt. Bei der Einnahme einer zu hohen Dosis kann es vereinzelt allerdings zu Bauchschmerzen und Durchfall kommen. Auch Wechselwirkungen mit Medikamenten sind nicht auszuschließen. Die Einnahme sollte also mit einem Arzt abgeklärt werden.
Wie wirkt Ashwagandha auf den Schlaf?
Ashwagandha wird aufgrund seiner Inhaltsstoffe am häufigsten in der Ayurveda verwendet. Die Einnahme soll innere Ruhe und Klarheit sowie eine Widerstandsfähigkeit gegen Stress bewirken. Diese regulierende Wirkung kann auch das Schlafverhalten positiv beeinflussen. Dafür sollte Ashwagandha am besten vor dem Schlafengehen eingenommen werden.
Wie nimmt man Ashwagandha am besten ein?
Ashwagandha kann als Pulver, Kapseln oder in Tropfenform eingenommen werden. Die Einnahme in Pulverform ist besonders vielfältig. Sie kann als Zugabe in Getränken wie Pflanzendrinks, Milch, Smoothies oder als Tee erfolgen. Zur Einnahme vor dem Schlafen kann Ashwagandha mit Zimt, Kurkuma und Honig als “Mondmilch” zubereitet werden.