Maitake
Maitake Der Vitalpilz bei der Behandlung von Mangelerscheinungen

Maitake – wie er die Gehirnfunktion & das Immunsystem stärkt

Der Maitake ist auch als Laubporling, als Spatelhütiger Porling oder als der Gemeine Klapperschwamm bekannt. Der Speisepilz aus der Familie der Riesenporlingsverwandten findet, wie Shiitake und andere Vitalpilze, nicht nur in der Küche Verwendung: Er wird auch medizinisch genutzt, und zwar vor allem in der traditionellen chinesischen Medizin. Der Pilz sieht erst einmal recht unauffällig aus: Der Fruchtkörper steht in kleinen Horsten und Büschen auf dem Boden. Diese Büsche können bis zu 15 kg schwer werden und einen Durchmesser von mehr als 50 cm haben. In der Mitte des Pilzes befindet sich ein dicker Stiel, der sich in viele dünne Äste verzweigt. Diese wiederum laufen in spatenförmige Hüte aus. Die Hüte schieben sich übereinander und setzen immer seitlich an den Stielen an. Jeder einzelnen Hutlappen ist bis maximal 6 cm breit. Meist ist der Maitake Pilz schlicht braun-grau. Auf der Unterseite der Hüte sitzen runde, weiße Poren.

Was ist Maitake?

Kurz zusammengefasst: Maitake ist ein

  1. Speisepilz

  2. Heilpilz

  3. Vitalpilz

… mit vielen unterschiedlichen Möglichkeiten der Anwednung.

Der Maitake wird in China und Japan schon seit etwa 3.000 v. Chr. gesammelt. Der Pilz dient als Speisepilz und ist in Japan wie auch in China neben dem Shimeji, dem Enoki und dem Shiitake der wichtigste Speisepilz. Der Maitake wächst am Fuß aller Eichen, kann aber auch an Linden und Kastanien sowie an Buchen vorkommen. Er ernährt sich über die Wurzeln der Bäume und verursacht im Holz Weißfäule. Manchmal wird er mit dem Eichhasen (Polyporus umbellatus) oder dem Riesenporling (Merilpus gigantes) verwechselt. Unterschiede bestehen im Stiel: Die anderen Pilze sind zentral gespielt, und der Riesenporling reagiert mit schwarzen Verfärbungen auf Druck an den Sporen. Der Maitake ist von den Subtropen bis in die nördliche gemäßigte Zone nahezu weltweit verbreitet. In Japan wächst er allerdings nur im Nordosten (Honshu und Hokkaido) in der Natur.

Seit 1981 wird der Maitake pilzprofessionell und kontrolliert angebaut. Etwa 40.000 Tonnen Maitake wurden im Jahr 2001 produziert, die aber nur zum Teil für die Verarbeitung in der Küche gedacht war. Der auch unter dem lateinischen Namen Grifola frondosa gehandelte Pilz wird als Maitake Pulver, als Maitake Kapseln oder in anderer Form als Medizinprodukt vertrieben. In Japan landet der Maitake frisch auf dem Teller: Der Pilz wird kleingeschnitten mit Reis gegart, kann in einer Pfeffersauce zum Steak verwendet werden oder gibt gegart in einer Nudelsuppe (oft Soba) eine gute Einlage ab.

Wie wirkt der Maitake?

Grifola frondosa oder Gemeiner Klapperschwamm hat ein feines Aroma, das beim Garen gut zur Geltung kommt. Der Pilz enthält ein besonderes Polysaccharid, das im Maitake Pulver und in den Maitake Kapseln natürlich im Mittelpunkt steht. Außerdem enthält der Pilz Ergosterin, das ist eine Vorstufe von Vitamin D. Thiamin, Riboflavin, Niacin, Vitamin B5 und Vitamin D sind genauso enthalten wie Eisen und Selen, Kalzium, Kalium sowie Kupfer. [1] Der Vitalpilz ist also schon einmal eine gute Sache, wenn Mangelerscheinungen behandelt werden sollen oder eine ausreichende Versorgung mit einem oder mehreren der genannten Stoffe sichergestellt werden muss.

Außerdem hilft der Pilz beim Abnehmen. Er senkt die Cholesterinwerte, wirkt der Einlagerung von Fett in den Körperzellen entgegen und kann so als dauerhafter Bestandteil der Ernährung für Gesundheit sorgen. Auch bei Diabetes, bei Bluthochdruck und Krebserkrankungen, bei einer gewünschten Stärkung des Immunsystems und anderen Indikationen zeigt der Maitake Wirkung. Die Wirkungen des Pilzes und die sich daraus ergebenden Behandlungsmöglichkeiten basieren jedoch nicht nur auf der jahrhundertealten Erfahrung aus dem Fernen Osten, sondern sind auch über Studien in Asien, Amerika und Europa bestätigt worden. Maitake Kapseln und Maitake Pulver gelten als Nahrungsergänzungsmittel mit medizinischem Nutzen.

Der Pilz hilft gegen:

  • erhöhtes Cholesterin

  • gegen Fettleber

  • bei Diabetes

  • bei schwachem Immunsystem

  • gegen Infektionskrankheiten

  • und viele andere Erkrankungen

Welches Produkt ist das Beste?

Wie bei jedem anderen Pilz, der auch als Speisepilz dient, halten sich die Maitake Nebenwirkungen in sehr überschaubaren Grenzen. Wer sich für den Maitake und seine medizinische Wirkung interessiert, sollte darauf achten, dass der Pilz aus kontrolliertem Anbau stammt. Vertrauenswürdige Hersteller kontrollieren vom biologischen Anbau über die saubere Verarbeitung bis hin zu schonenden Extraktionsverfahren alles und setzen dem Maitake in seiner verarbeiteten Form keine Stoffe zu. Denn oft sind es in verarbeiteten Produkten die Zusatzstoffe, die problematisch werden. Nebenwirkungen muss man nicht fürchten, wenn man ein reines Maitake Produkt (Pulver, Kapseln, Tabletten oder Liquid) erwirbt.

Gegen welche Beschwerden hilft Maitake?

Gegen erhöhtes Cholesterin

Maitake Erfahrungen zeigen, dass der Heilpilz nicht nur den HDL-Cholesterinspiegel senkt. Auch die Triglyzeride sinken, der Entwicklung einer Fettleber wird mit einer mehrmonatigen Einnahme des Pilzes entgegengewirkt.

Maitake Erfahrungen bei Diabetes Typ I und Typ II

Zu den positiven Erfahrungen mit Grifola frondosa gehört, dass der Blutzuckerspiegel bei Diabetes gesenkt wird. [2] Die Insulinsensitivität der Zellen wird erhöht, Zucker kann also in den Zellen besser verwertet werden.

Gegen Krebs, stärkend für das Immunsystem

Der Klapperschwamm wird in der Krebstherapie als immunstimulierendes Mittel eingesetzt. Denn verschiedene Zelltypen der weißen Blutkörperchen werden unter der Gabe des Pilzes aktiviert. Das hat der Pilz mit dem Reishi, auch unter dem chinesischen Namen Ling Zhi bekannt, gemeinsam. Die Wirkung gegen Krebszellen und die Tumorbildung geht von der Stimulation des Immunsystems aus.

Eine weitere positive Wirkung in der Krebstherapie geht von den im Heilpilz enthaltenen Polysacchariden aus. Der Pilz enthält wirksame Beta-Glucane, die die Immunantwort der Makrophagen, der Killerzellen und der T-Lymphozyten im Blut verstärken. Das wiederum erhöht die Lebensfähigkeit der intakten Körperzellen und schützt sie. Daher mildert Maitake die Nebenwirkungen von Chemotherapie und Strahlentherapie.

Gemeiner Klapperschwamm gegen Infektionskrankheiten

Der Vitalpilz stärkt das Immunsystem und aktiviert die verschiedenen weißen Blutkörperchen. Logischerweise nutzt das bei jeder viralen Infektion, insbesondere auch bei Erkältungskrankheiten. Ein starkes Immunsystem wird mit den Erregern schneller fertig oder ist zumindest weniger anfällig für Infektionen. Daher wird der Pilz auch im Kampf gegen die Immunschwächekrankheit AIDS unterstützend eingesetzt. [3]

Gegen Osteoporose

Der Pilz enthält erstens viel Vitamin D und zweitens eine Vorstufe des Vitamins, aus der der Körper ohne viel Aufwand Vitamin D generieren kann. Das macht den Vitalpilz zu einem wirksamen Mittel, um Osteoporose vorzubeugen.

Wie wird der Maitake Pilz eingenommen bzw. wie verwendet / dosiert man ihn?

Es gibt ganz unterschiedliche Möglichkeiten, sich die positiven Eigenschaften des Gemeinen Klapperschwamms zunutze zu machen. Wie Champignon, Shiitake, Enoki und andere Speisepilze kann der Vitalpilz ganz einfach frisch in der Küche verarbeitet werden. Die leckeren Gerichte sind als Bestandteil der täglichen Ernährung hervorragend geeignet, um die präventiven Wirkungen des Pilzes zu nutzen.

Manchmal reicht das aber nicht aus. Wenn es eine höhere Konzentration sein muss, ist das Extrakt des Pilzes in Form von Pulver, Kapseln, Tabletten oder Flüssigkeit zielführend. Denn hier können die wirksamen Inhaltsstoffe des Pilzes in konzentrierter Form eingenommen werden. Eine pauschale Anleitung zur Einnahme kann hier nicht gegeben werden. [4]

Denn wie genau das jeweilige Nahrungsergänzungsmittel eingenommen werden sollte, in welcher Frequenz und Dosierung, hängt vom jeweiligen Produkt ab. Wie bei Chana, Hericium und Coriolis oder anderen Heilpilzen gibt es ganz unterschiedlich dosierte Produkte. Das ist beim Klapperschwamm auch der Fall. Die Hersteller legen eine genaue Anweisung bei, an die Sie sich halten sollten. Die darin beschriebene Dosierung richtet sich nach dem jeweiligen zu behandelnden Krankheitsbild und generiert in der Regel die besten Ergebnisse.

Fazit: Warum ist der Maitake so gesund?

Der Gemeine Klapperschwamm enthält zahlreiche Vitamine, Spurenelemente, Mineralstoffe und sogar Vorstufen von Vitaminen, die der Stoffwechsel auf täglicher Basis benötigt. [5] Das macht den Pilz so vielfältig und gut nutzbar. Als Nahrungsergänzungsmittel ist er deshalb in vielen unterschiedlichen Formen erhältlich. Wer sich die positiven Eigenschaften dieses tollen Pilzes einfach so zunutze machen will, kann den frischen Pilz auch einfach in leckeren Gerichten verarbeiten.


Quellenverzeichnis

[1]: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/31412751/

[2]: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/31355400/

[3]: Nadeem A. Talpur, Bobby W. Echard, …: „Antihypertensive and metabolic effects of whole Maitake mushroom powder and its fractions in two rat strains.“; Molecular and Cellular Biochemistry 237: 129-136, 2002.

[4]: Hobbs, C.: „Medicinal Mushrooms“; Botanica Press, 1995.

[5]: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/31484223/

Author

Falls Sie weitere Fragen oder Anregungen zum Thema haben, können Sie mich gern kontaktieren.

  • Dr Jennifer Bülow

    Dr. med. Jennifer Bülow

    Fachärztin für Allgemeinmedizin

    Als studierte Ernährungsberaterin unterstützt Fr. Dr. med. Jennifer Bülow anderen Menschen täglich dabei, ihre Ernährung vitaler zu gestalten und einen gesünderen Lebensstil zu führen. Ihre Vision ist es, ihr großes Wissen um Nahrungsergänzungsmittel und natürliche Heilmittel mit anderen zu teilen und somit mehr Menschen zu neuen Körpergefühl zu verhelfen.

Häufig gestellte Fragen

Hier finden Sie aktuelle Antworten auf häufig gestellte Fragen zum Thema.

Für was ist der Maitake gut?
Aufgrund der enthaltenen Nährstoffe wird der Maitake, auch als Klapperschwamm bekannt, als Medizinalpilz verwendet. Er gewährleistet eine gute Grundversorgung bei Mangelerscheinungen. Zudem kann er das Immunsystem stärken, Cholesterinwerte senken und bei Diabetes eingesetzt werden.
Welcher Pilz hilft bei Diabetes?
Positive Erfahrungen bei Diabetes werden dem Gemeinen Klapperschwamm bzw. Maitake zugeschrieben. Der Vitalpilz kann den Blutzuckerspiegel senken und die Insulinsensitivität der Zellen erhöhen.
Welche Vitamine sind im Maitake Pilz enthalten?
Der Maitake enthält nicht nur ein besonderes Polysaccharid, sondern auch Egosterin, was eine Vorstufe von Vitamin D ist. Neben einigen B Vitaminen enthält er zudem Eisen, Kupfer, Selen, Kalium und Kalzium. Dies macht ihn zum beliebten Nahrungsergänzungsmittel bei Mangelerscheinungen.