Überblick:

Der weibliche Hormonhaushalt ist ein fein ausgeklügeltes System, das weit über den Zyklus hinaus den Körper einer Frau beeinflusst.

Für viele Frauen ist die zweite Zyklushälfte Stress pur: Sie leiden unter prämenstruellen Beschwerden wie unangenehmen Spannungsgefühlen in den Brüsten, Wassereinlagerungen, Schmerzen im Unterleib, Kopfschmerzen oder Gereiztheit. Mönchspfefferextrakt ist ein pflanzliches Mittel, das ausgleichend auf den weiblichen Zyklus wirkt.

Das „Frauenkraut“ bietet sich daher bei einer Vielzahl von Zyklusbeschwerden an, bei PMS genauso wie bei Brustspannen. Auch ein unregelmäßiger Zyklus ist für Frauen sehr belastend und kann einem Kinderwunsch im Weg stehen. Da hochwirksames Mönchspfefferextrakt die Zyklen regelmäßiger macht, wird es gern von Frauen mit Kinderwunsch verwendet.

Mönchspfeffer über die Wechseljahre genommen, hilft gegen die, für die Betroffenen zermürbenden Auswirkungen der Östrogen-Dominanz, wie Schlaflosigkeit und Gereiztheit. Die Mönchspfeffer Wirkung ist seit Jahrhunderten bekannt und durch Studien belegt, sodass er auch von Ärzten häufig eingesetzt wird. Da er ein pflanzliches Mittel ist, kann er problemlos auch über einen langen Zeitraum eingenommen werden.

1. Was ist Mönchspfeffer?

Er ist in der Umgangssprache auch als Keuschlamm, Agnus Castus, Frauenkraut und Liebfrauenbettstroh bekannt. Der botanische Name der Pflanze ist Vitex agnus-castus. Daher tragen auch die meisten medizinischen Präparate die lateinische Bezeichnung im Namen.

Vitex zählt zu den Eisenkrautgewächsen. Die Sträucher werden bis zu sechs Meter hoch und blühen im Sommer meist violett. Sie werden auch gern zur Zierde im Garten gepflanzt. Die Schoten für die Arzneimittel kommen meist aus Asien und Südeuropa, wo die Pflanze hauptsächlich beheimatet ist.

Die reifen Schoten schmecken leicht pfeffrig und wurden im Mittelalter zum Würzen verwendet; daher stammt auch der Name. Das keusche Lämmchen im botanischen Namen (agnus heißt auf Lateinisch Lamm, castus heißt sauber, keusch) soll vor allem Mönche dazu gebracht haben, viel von der Pfefferpflanze zu verzehren, um einen keuschen Lebenswandel zu führen.

Heute weiß man, dass die Wirkung bei Männern eher umgekehrt ist, da er die Testosteronbildung beim Mann anregen kann. [1]

Schon Hippokrates erwähnt ihn als Mittel bei Menstruationsbeschwerden. Die Blätter der Pflanze wurden schon in der Antike und im Mittelalter als Sud in der Frauenheilkunde verwendet, sowohl in der äußerlichen Anwendung als auch als Trank verabreicht.

Auch heute noch behandelt man Akne und andere Hautkrankheiten mit einer Salbe aus dem Blätterextrakt der Pfefferpflanze.

2. Wie wirkt Mönchspfeffer?

Der Extrakt wird aus den reifen, getrockneten Früchten der Pflanze gewonnen. Diese enthalten lipophile Flavonoide, Diterpene, essenzielle Öle (Limonen, Pinen) und Iridoidglykoside (Aucubin, Agnosid).

Eins davon, Agnosid, ist die Messgröße für standardisierte Extrakte. Denn in den Früchten ist unterschiedlich viel der wirksamen Stoffe enthalten; im standardisierten Extrakt sollte natürlich verlässlich dieselbe Menge Wirkstoff in jeder Kapsel bzw. in jedem Tropfen enthalten sein.

Man sollte bei Präparaten das Kleingedruckte lesen: Es wird angegeben, wie viel Gramm der „reinen Droge“ das Präparat entspricht.

Die Dosierung wird notiert z. B. als,

  • „5:1“ oder,
  • „7-12:1“.

Eine Kapsel 5:1 mit 5 Milligramm entspricht dann 25 Milligramm standardisierter Mönchspfefferarznei.

Die meisten im Handel üblichen Tabletten enthalten 4 Milligramm Trockenextrakt, was der empfohlenen Tagesdosis von 40 Milligramm Wirkstoff entspricht. Es gibt schon viele Studien zur Mönchspfeffer Wirkung. Hauptsächlich im Bereich des Prämenstruellen Syndroms (PMS) ist ihre Wirksamkeit belegt.

Hochdosiert als Extrakt hat er eine dopaminergene Wirkung und vermindert die Freisetzung von Prolaktin. Man vermutet, dass die dopaminergene Wirkung und die verminderte Prolaktin-Freisetzung sich positiv auf PMS-Beschwerden wie Brustspannen und Schmerzen auswirken.

Aber Mönchspfeffer und seine Wirkung sind immer noch nicht bei allen Anwendungsfällen erforscht. So kann man in der Behandlung beobachten, dass Mönchspfeffer während den Wechseljahren zu einem Gleichgewicht zwischen Östrogen und Progesteron beiträgt.

Wie genau Mönchspfeffer die Wechseljahre positiv beeinflusst, ist noch nicht klinisch nachgewiesen. Beim Kinderwunsch sieht es ähnlich aus. Es gibt viele Erfahrungswerte, nur die großen klinischen Studien fanden noch nicht statt oder sind noch nicht abgeschlossen.

Hat Mönchspfeffer Nebenwirkungen?

Auch bei einer Einnahme über längere Zeit treten bei Mönchspfeffer keine Nebenwirkungen auf. Nur gelegentlich kann die Einnahme von Mönchspfeffer Nebenwirkungen auslösen: Es gibt Menschen, die Keuschlammfrüchte nicht vertragen.

Das zeigt sich in

  • geröteter Haut oder
  • Quaddeln

Die Symptome verschwinden nach dem Absetzen der Mönchspfeffer Tabletten schnell wieder.

3. Welcher Mönchspfeffer ist der Beste?

Man kann in verschiedenen Zubereitungen Mönchspfeffer kaufen: Als Tropfen, Kapseln, die getrockneten Samen für Tee und die ganzen Pflanzen für den Anbau im eigenen Garten.

Der eigene Anbau bietet sich eher zu dekorativen Zwecken an: Er ist eine geschätzte Zierpflanze wegen seiner attraktiven Blüten. Zur Einnahme empfiehlt sich die selbstgeerntete Pflanze nicht, da die Menge des wirksamen Inhaltsstoff variiert. [2]

Gerade bei Kinderwunsch oder unregelmäßigem Zyklus ist es entscheidend, immer die gleiche Wirkstoffmenge über einen längeren Zeitraum einzunehmen. Daher ist auch der Tee aus Mönchspfeffersamen bei diesen Beschwerden nicht ratsam.

Tropfen und Tabletten sind beide gleich wirksam, sofern sie aus standardisiertem Extrakt mit hoher Bioverfügbarkeit hergestellt wurden. Am einfachsten können Sie Mönchspfeffer als Tabletten einnehmen. Achten Sie auf Qualität, wenn Sie Mönchspfeffer kaufen!

 

Yoyosan MönchspfefferAndere Anbieter
hochwirksames Extrakthäufig Farbzusätze und weitere Zusätze wie Silicium- oder Titandioxid
hohe Bioverfügbarkeithäufig nicht sehr wirksam
rein pflanzliche, vegane KapselnInhaltsstoffe variieren
gluten- und laktosefreiTabletten und Kapseln enthalten häufig Laktose und Gelatine
frei von Gentechnikkein Nachweis, ob frei von Gentechnik
Produziert in Deutschland und der EU unter höchsten QualitätsstandardsHerkunft unklar

4. Gegen welche Beschwerden hilft Mönchspfeffer?

4.1 Mönchspfeffer bei PMS

Mönchspfeffertabletten können viele PMS-Beschwerden lindern. Studien legen nahe, dass sie besonders gut körperliche Beschwerden wie Brustspannen, zyklusabhängige Kopf- und Rückenschmerzen lindert. Eine Einnahme kann sich auch positiv auf eher psychische Symptome auswirken, da es eine entspannende Wirkung hat.

Die Therapie sollte langfristig und mit Geduld erfolgen. Man nimmt das Präparat über drei Zyklen einmal täglich ein. Bessern sich die PMS-Symptome, kann man versuchen, die Einnahme auf die zweite Zyklushälfte zu beschränken. [3]

Bei einem durchschnittlichen Zyklus von 28 Tagen Länge, würde man eine Tablette täglich vom etwa 13. oder 14. Tag an, nehmen. Der Beginn der Periode zählt als Tag 1 des nächsten Zyklus und beendet die Einnahme. Haben sich die PMS-Symptome für drei Monate verbessert, kann das Präparat abgesetzt werden.

Verschlechtern sich die Symptome wieder, beginnt man erneut mit der Einnahme. Es ist sinnvoll, es immer wieder als eine mehrmonatige Kur einzunehmen.

4.2 Mönchspfeffer bei Rhythmusstörungen, Verzögerung und Ausbleiben der Regelblutung

Ein unregelmäßiger Zyklus ist ein Problem, dass sich mit Mönchspfeffer Tabletten gut beheben lässt. Sie wirken sich schon nach kurzer Einnahme regulierend auf den Zyklus aus. Ein unregelmäßiger Zyklus kann viele Ursachen haben. Die Menopause bringt den Zyklus meist aus dem Gleichgewicht.

Bei jüngeren Frauen können der Auslöser aber auch viele Reisen, abrupte Lebensveränderungen oder Schicksalsschläge wie eine Fehlgeburt sein. Gerät das System aus dem Gleichgewicht, leiden die Betroffenen unter einer Vielzahl von Beschwerden. Der Zyklus kann zu unregelmäßig oder zu kurz werden, die Periode bleibt aus oder ist viel zu stark.

Dank ihrer breiten Wirkung kann man die Pfefferpflanze bei zu langen und zu kurzen Zyklen einsetzen, aber auch bei ausbleibender Periode (Amenorrhö) oder bei häufigen Schmierblutungen. Wie viele pflanzliche Medikamente müssen über einen längeren Zeitraum eingenommen werden, um Wirkung zu zeigen.

Man sagt, dass man mindestens drei Zyklen jeden Tag regelmäßig Mönchspfeffer Tabletten einnehmen muss, bis man die Wirkung bemerkt. Am effektivsten wirkt das Präparat, wenn Sie es immer morgens zur selben Uhrzeit einnehmen.

4.3 Mönchspfeffer während der Wechseljahre

Frauen sollten ab Anfang 40 daran denken, Mönchspfeffer zu kaufen, um ihr Hormongleichgewicht zu unterstützen. Sonst droht besonders in der Prämenopause eine Östrogen-Dominanz.

Nach Rücksprache mit der Frauenärztin kann die Dosis nach einiger Zeit auf bis zu zwei Tabletten am Tag gesteigert werden, um den Hormonhaushalt weiter im Gleichgewicht zu halten. Zur Unterstützung des körpereigenen Progesterons kann zusätzlich zu den Tabletten auch eine Frauentee-Mischung verwendet werden.

Der Tee muss mindestens 10 Minuten ziehen, damit sich das Wasser auch wirklich mit Wirkstoffen anreichert. 

4.4 Mönchspfeffer bei Kinderwunsch

Ein unregelmäßiger Zyklus beeinträchtigt auch eine gewünschte Schwangerschaft. Mönchspfeffer kann den Kinderwunsch Realität werden lassen. Nur weil die positive Wirkung von Mönchspfeffer bei Kinderwunsch noch nicht weiter in Studien erforscht wurde, steht darüber nichts in den Beipackzetteln.

Viele Gynäkologinnen haben aber bei ihren Patientinnen positive Erfahrungen sammeln können und verschreiben daher Mönchspfeffer bei Kinderwunsch. Das Präparat reguliert den Zyklus, was besonders nach einer langjährigen Verwendung von hormoneller Verhütung (z. B. Anti-Baby-Pille, Vaginalring, Implantat) helfen kann, schneller schwanger zu werden. [5]

Da es eine Phytotherapie ist, die eine sehr große Bandbreite an positiven Auswirkungen auf den Zyklus hat, kann es sein, dass Zyklusstörungen behoben werden, die so unterschwellig ablaufen, dass man sie zuvor nicht bemerkt hat. Ein unregelmäßiger Zyklus muss also einen Kinderwunsch nicht mehr im Weg stehen.

4.5 Anwendung bei Männern

Anders als der Name es vermuten lässt, kann Mönchspfefferextrakt für Männer bei Lustlosigkeit angeraten sein. Durch das Absenken des Prolaktinspiegels wird mehr Testosteron produziert.

Da die meisten Präparate auf eine Behandlung von PMS und anderen Zyklusbeschwerden zugeschnitten sind, sollte man sie als Mann nur nach Rücksprache mit einem Arzt oder Heilpraktiker einnehmen. Der kann auch in der Höhe der Dosierung und Dauer der Behandlung beraten.

4.6 Anwendung bei Tieren

Pferde, Hunde und Katzen können bei aggressivem Verhalten mit Agnus Castus behandelt werden. Es gibt Studien zur positiven Mönchspfeffer Wirkung bei Tieren, vor allem im Zusammenhang mit dem Cushing-Syndrom (CS). [6]

Eine Heilung kann es nicht bieten, aber einen Teil der Symptome lindern. Die Einnahmeform, Dosierung und Anwendungsdauer muss man mit einem Tierarzt abklären.

5. Wie wird Mönchspfeffer eingenommen bzw. wie verwendet / dosiert man es?

AnlassDosierungBesonderheiten
PMS1/2 bis 1 Tablette täglichab dem 4. Monat evtl. nur 14 Tage im Monat
Unregelmäßiger Zyklus1 Tablette täglichimmer morgens zur selben Uhrzeit
Wechseljahre1-2 Tabletten täglichDosis mit der Frauenärztin besprechen. Eventuell mit Frauen-Tee kombinieren, statt die Dosis zu steigern.
Kinderwunsch1 Tablette täglichimmer morgens zur selben Uhrzeit
Akne1/2 Tablette täglichals Kur über 3 Monate genommen

 

Mönchspfeffer-Tabletten nimmt man immer morgens zur gleichen Zeit ein, damit sie sich positiv auf den Zyklus auswirken können. Die Wirkung setzt erst nach etwa sechs bis zwölf Wochen regelmäßiger, täglicher Einnahme ein. Man muss ihn also langfristig nehmen.

In den ersten Wochen kann es zu ein paar Nebenwirkungen wie leichtem Brustspannen und Hautunreinheiten kommen, da der Zyklus spürbar verändert wird. Diese Symptome verschwinden aber nach spätestens ein paar Wochen wieder.

In der Schwangerschaft und Stillzeit sollte man diese Tabletten nicht nehmen. In den ersten Monaten der Schwangerschaft scheint eine Einnahme von Mönchspfefferextrakt unbedenklich zu sein, sollte dann aber abgesetzt werden, da man unter anderem nicht ausschließen kann, dass es wehenauslösend ist.

In der Stillzeit sollte er nicht verwendet werden, da er die Milchmenge reduzieren kann. Da es die Sexualhormone beeinflusst, sollten Menschen in der Pubertät, mit Endometriose oder Brustkrebs dieses Präparat nicht einnehmen.

Mönchspfeffer hat Nebenwirkungen und Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten. Eine Einnahme sollte daher mit dem Arzt besprochen werden. Dies betrifft vor allem Personen, die Medikamente nehmen, die auf das Hormon Dopamin wirken. [7]

Dazu gehören einige Medikamenten gegen Parkinson, Neurosen und Depressionen, aber auch Ritalin. Es kann auch zu Wechselwirkungen mit Östrogenen und Antiöstrogenen kommen, letztere werden z. B. zur Behandlung von Brustkrebs und Osteoporose verwendet.

Da Agnus Castus auf den Prolaktinspiegel einwirkt, sollte die Einnahme mit einem Arzt besprochen werden, wenn Störungen der Hirnanhangsdrüse (Hypophysenstörung) bekannt sind.

Mönchspefeffer Infografik

6. Fazit: Warum ist Mönchspfeffer so gesund?

Diese Pflanze gilt nicht umsonst als das ideale „Frauenkraut“. Sie ist in ihrer Wirksamkeit intensiv erforscht worden und bietet sich bei einer ganzen Bandbreite von Symptomen an. Die Tabletten können ohne Nebenwirkungen über einen langen Zeitraum genommen werden und helfen daher Frauen durch die Wechseljahre oder bei PMS. [8]

Quellenverzeichnis:

  1. https://utopia.de/ratgeber/moenchspfeffer-wirkung-und-anwendung/
  2. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/31155557
  3. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/30186986
  4. https://www.netdoktor.de/heilpflanzen/moenchspfeffer/
  5. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/30129806
  6. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/29267797
  7. https://www.apotheken-umschau.de/heilpflanzen/moenchspfeffer
  8. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/29063202
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