1. Was ist Vitamin C?

Ascorbinsäure, also Vitamin C, ist ein seit Jahrhunderten bekanntes Vitamin, welches für zahlreiche Prozesse im Körper von höchster Bedeutung ist. Bekannt wurde die Ascorbinsäure vor allem als ein Mittel gegen die Erkrankung Skorbut. Die Krankheit, welche durch den Vitamin C Mangel hervorgerufen wird, wurde bereits in der Zeit v. Chr. entdeckt und mit Vitamin C-haltigen Früchten behandelt. Die bei Säuglingen auftretende Erkrankung aufgrund von dem Vitamin C-Mangel bezeichnet man als das Möller-Barlow-Syndrom, benannt nach dem deutschen Arzt und Professor Julius Otto Ludwig Möller und dem englischen Arzt Thomas Barlow.

Vitamin C zeichnet sich durch die Säure, welche den Früchten, welche reich an Ascorbinsäure sind, den typischen Geschmack verleiht. Vitamin C kann nicht vom Organismus hergestellt werden und ist lebensnotwendig, es handelt sich um ein essentielles Vitamin. Der Stoff muss durch die Nahrung zugeführt werden. Aus chemischer Sicht handelt es sich beim Vitamin C um eine organische, wasserlösliche Verbindung, welche farblos und geruchslos ist. In der Medizin ist die Ascorbinsäure vor allem durch die gesundheitsfördernde, immunsystemstärkende Wirkung bekannt.

2. Wie wird Vitamin C dem Organismus zugeführt?

Um den Körper mit dem essentiellen Vitamin zu versorgen, ist eine Aufnahme über die Nahrung oder Nahrungsergänzungsmittel notwendig. Enthalten ist die Ascorbinsäure in pflanzlichen Nahrungsmitteln, vor allem im Obst und Gemüse. Folgende Produkte sind reich an Vitamin C:

  • Zitrusfrüchte jeder Art: Orangen, Mandarinen, Zitronen, Grapefruit, Pomelo, Limetten sowie in daraus gewonnenen Säften
  • Verschiedene Beeren: Himbeeren, Hagebutte, Sanddornbeeren, Brombeeren, Erdbeeren, Heidelbeeren, Walderdbeeren, Johannisbeeren, Weintrauben
  • Exotische Früchte: Kiwi, Ananas, Mango, Physalis
  • Grünes Gemüse: Spinat, Brokkoli und andere Kohlsorten wie Rosenkohl oder Grünkohl
  • Außerdem in Paprika

 

Ebenso besteht die Möglichkeit, größere Mengen Vitamin C über Nahrungsergänzungsmittel zuzuführen. Dies ist bei einem höheren Bedarf, Erkrankungen, einer nicht ausgewogenen Ernährungsweise oder zur Prophylaxe sinnvoll. Es sind verschiedene Nahrungsergänzungsmittel erhältlich, z. B. in Form von Brausetabletten, Pulver, Kapseln, Tabletten, Dragees oder Tropfen. Besonders effektiv sind dabei liposomale Präparate mit Vitamin C. Diese zeichnen sich vor allem dadurch aus, dass sie am besten verwertet werden können. Bei nicht-liposomalen Nahrungsergänzungsmitteln passiert das Vitamin C den Verdauungstrakt und wird zu einem großen Teil ausgeschieden. Gespeichert wird das Vitamin an verschiedenen Stellen im Organismus, unter anderem im Gehirn, die Zeit der Speicherung ist aber begrenzt. Beim Transport des Vitamins sowie bei der Absorption im Verdauungstrakt werden große Mengen des Vitamin C ausgeschieden, ohne verwendet zu werden. Liposomales Vitamin C umgeht dieses Problem.

Liposome sind kleine Bläschen, welche aus einer doppelwandigen Schicht bestehen. Die Wände sind wasserabweisend und bestehen aus Lipiden, also Fett. Diese Fettmembran kapselt das gelöste Vitamin C ein und schützt es vor der Interaktion mit Verdauungssäften. In den Liposomen eingeschlossen wird das Vitamin direkt zu den Zellen transportiert, welche den Wirkstoff optimal verstoffwechseln können. Dadurch wird der Verlust des Vitamins umgangen. Da besonders große Mengen Vitamin C aus dem liposomalen Präparat gewonnen werden können, spricht man von einer hohen Bioverfügbarkeit, welche bei nicht-liposomalen Produkten nicht gegeben ist.

Besonders effizient interagiert liposomales Vitamin C mit den Zellen am Wirkort, weil der Aufbau der Lipiddoppelschicht dem Aufbau der Zellwände ähnelt. So kann das Liposom direkt mit den Zellwänden interagieren und das eingekapselte Vitamin freigeben. Die liposomale Einkapslungstechnologie ist bereits seit vielen Jahren bekannt und wird hauptsächlich bei Medikamenten verwendet. Mit liposomalen Nahrungsergänzungsmitteln können Endverbraucher effektiv die Zufuhr an hochwertigen Wirkstoffen steuern.

3. Sollte man Vitamin C in der Ernährung mit dem liposomalen Produkt kombinieren?

Die Kombination aus einer gesunden, ausgewogenen und vitaminreichen Ernährung sowie dem liposomalen Vitamin C ist die optimale Lösung für eine harmonische, ausreichende Zufuhr an Ascorbinsäure. Nahrungsergänzungsmittel können eine gesunde Ernährung nicht ersetzen, da Pflanzen auch andere wichtige Nährstoffe, sekundäre Pflanzenstoffe, Spurenelemente und Aminosäuren enthalten. Mit einem liposomalen Vitamin C kann aber sichergestellt werden, dass der Mensch eine ausreichende Menge des Vitamins auch bei einem erhöhten Bedarf aufnimmt. Liposomale Präparate sind sinnvoll, um die Menge des aufgenommenen Vitamin C einschätzen zu können. Die Umgehung des Verdauungstraktes ist ebenso ausschließlich mit einer intravenösen Gabe (nur mit ärztlicher Verordnung bei bestimmten Krankheiten) oder einem liposomalen Nahrungsergänzungsmittel möglich.

4. Wieviel Vitamin C braucht der Mensch?

Es ist von verschiedenen Faktoren abhängig, wieviel Vitamin C ein Mensch für seine gesunden Organfunktionen täglich benötigt. Die definierten Werte der DGE sind als Richtwerte zu betrachten, da ein tatsächlicher Bedarf kaum nachgewiesen werden kann. [1] Das sind die aktuell gültigen Richtwerte für die Aufnahme von Vitamin C:

  • Erwachsene, gesunde, männliche Person über 18 Jahre: 110 mg pro Tag
  • Erwachsene, gesunde, weibliche Person über 18 Jahre: 95 mg pro Tag
  • Schwangere und stillende Frauen: 105 mg pro Tag
  • Raucher, männlich: 155 mg pro Tag
  • Raucher, weiblich: 135 mg pro Tag

 

Der Bedarf verändert sich durch verschiedenste Faktoren und auch die Meinungen der Gesundheitsexperten sind sehr kontrovers. Einige Experten raten dazu, bis zu 1000 mg täglich aufzunehmen, da verschiedenste Funktionen bei einer ansteigenden Gabe ebenso eine Erhöhung anzeigen. Ebenso ist es sinnvoll, das Vitamin C phasenweise einzunehmen, also auf mehrere Gaben täglich aufzuteilen, da die Speicher nur eine begrenzte Menge des Vitamins aufnehmen können und nach einer kurzen Zeit wieder geleert sind. Eine tägliche Einnahme der Ascorbinsäure ist unabdingbar.

5. Warum ist liposomales Vitamin C im Organismus wichtig?

Die Ascorbinsäure ist für diverse Prozesse in den Organsystemen verantwortlich und für eine gesunde Funktion essentiell.

Zentrales und peripheres Nervensystem

Mit liposomalem Vitamin C werden die Nerven unterstützt. Das Großhirn, welches für diverse Funktionen und das Bewusstsein verantwortlich ist, verbraucht größere Mengen der Ascorbinsäure und speichert Vitamin C in eigenen Speichern. Das im Gehirn eingelagerte Vitamin wird nur bei einem akuten Notstand freigesetzt, wenn alle anderen Speicher bereits ausgeschöpft sind. Dadurch wird ein direkter Zusammenhang zwischen der Ascorbinsäure und der gesunden Funktion des ZNS vermutet. Dies wurde in einer Studie untersucht. [2]

Vitamin C ist für die Bildung von Hormonen und Botenstoffen zuständig, die die Kommunikation zwischen den Neuronen, also Nervenzellen, ermöglichen. Insbesondere wird Vitamin C für die Produktion von Adrenalin und Cortisol benötigt, welche vermehrt bei Stress ausgeschüttet werden. Vitamin C wird durch die Synthese der Hormone verbraucht, wodurch der Bedarf bei einer erhöhten Stressbelastung deutlich ansteigt.

Gesunde Funktion der Zellen

Vitamin C ist ein starkes Antioxidans und schützt die Zellen vor freien Radikalen. Diese entstehen bei diversen, physiologischen und pathologischen Prozessen im Organismus und müssen durch Antioxidantien neutralisiert werden. Freie Radikale werden von Vitamin C unschädlich gemacht, da die einzelnen Moleküle sich mit den freien Radikalen verbinden und diese neutralisieren. Freie Radikale, welche nicht abgefangen werden, schädigen die Zellstruktur und fördernd ungewünschte, pathologische Mutationen. Bei einer hohen Belastung durch freie Radikale steigt das Krebsrisiko enorm. Mit dem liposomalen Vitamin C können diese Prozesse vorgebeugt werden.

Stabiles Immunsystem

Das Vitamin C wird benötigt, um das Immunsystem zu stärken. Ascorbinsäure ist ein altbewährtes Mittel bei Erkältungen, sie unterstützt die gesunde Funktion und Entwicklung der Immunozyten (Abwehrzellen) und hilft dem Organismus, widerstandsfähiger gegenüber Infektionen zu werden. Vitamin C kann sowohl präventiv, als auch bei einer bestehenden Erkältung oder einer anderen Infektion eingenommen werden, um die Schwere oder die Dauer der infektiösen Erkrankung einzugrenzen.

Unterstützung bei anderen Vitaminen und Spurenelementen

Vitamin C interagiert mit anderen essentiellen und nicht-essentiellen Substanzen im Organismus, beispielweise wird das Spurenelement Eisen nur mithilfe der Ascorbinsäure effektiv aufgenommen. Daher empfehlen auch Ärzte, bei einem Eisenmangel unbedingt auf eine ausreichende Zufuhr von Vitamin C zu beachten. Auch Magnesium wird mithilfe von Vitamin C verstoffwechselt.

Neben den Spurenelementen wird auch der Stoff Kollagen durch das Vitamin C unterstützt. Kollagen wird benötigt, um die Gelenke gesund zu halten, ausreichend Stabilität und Feuchtigkeit dem Bindegewebe zu spenden und auch die Augen in eine Balance zu bringen. Kollagen wird sowohl vom Organismus produziert, als auch durch die Ernährung aufgenommen.

Gesunde Augen

Nicht nur für das Kollagen in den Augen benötigt der Mensch Vitamin C. Auch andere Faktoren des Seh-Organs sind auf die ausreichende Versorgung mit der Ascorbinsäure angewiesen. Vitamin C ist für die Gesunderhaltung der Sehzellen zuständig. Die Konzentration des Vitamin C steigt weit über dem definierten Bedarf an, was die Effektivität der Ascorbinsäure auch bei einer hohen Dosis von bis zu 2000 mg täglich zeigt. [3] Vitamine, welche nicht benötigt werden, werden ausgeschieden. Da der Anstieg in den Augen noch bei so hohen Dosen nachgewiesen werden kann, ist von einer hohen Funktionalität des Stoffs auf die Sehzellen auszugehen. Vitamin C soll ebenso das Nachlassen der Sehfähigkeit durch das Alter verlangsamen.

6. Was erhöht den Bedarf an Vitamin C?

Um abschätzen zu können, wann und in welcher Dosierung das liposomale Vitamin C am effektivsten einzunehmen wäre, ist das Wissen um den erhöhten Bedarf wichtig. Verschiedene Faktoren können zu einem Vitamin C Mangel führen, eine einseitige, vitaminarme Ernährung ist dabei die häufigste Ursache.

Neben der Ernährung sollte man ebenso den Stoffwechsel beachten. Liegen Problematiken im Verdauungstrakt vor, kann das Vitamin auch bei einer ausreichenden Zufuhr über die Ernährung nicht aufgenommen und verstoffwechselt werden.

Auch Krankheiten spielen eine Rolle: Vor allem im geschwächten Zustand erhöht sich der Bedarf massiv. Zum Beispiel können Autoimmunkrankheiten, Infektionen oder immunschwächende Erkrankungen den Bedarf an Vitamin C steigern. Auch karzinogene Krankheiten sind eine Indikation, die eine höhere Gabe an Vitamin C erfordert. Seit einigen Jahren wird Vitamin C als ein experimentelles Mittel zur Behandlung von Krebs verwendet, dies soll als eine begleitende Therapie unter ärztlicher Aufsicht stattfinden.

Betäubungsmittel und Medikamente sind ebenso dafür bekannt, dass sie den Bedarf an Vitamin C vergrößern. Vor allem Antibiotika, welche die Darmflora zerstören und die Aufnahme der Ascorbinsäure hemmen können, sind eine Indikation für den Einsatz der liposomalen Präparate.

Körperlicher und psychischer Stress (auch positiver Stress) können ebenso zu einem Vitamin C Mangel führen. Da große Mengen des Vitamins benötigt werden, um die Stresshormone auszuschütten, sollten die Speicher mithilfe eines hochwertigen Nahrungsergänzungsmittels aufgefüllt werden. Vor allem Sportler, körperlich schwer arbeitende Menschen und Personen mit einem dauerhaften Stresspegel sollten auf eine ausreichende Zufuhr der Ascorbinsäure achten und sich nicht ausschließlich auf die Ernährung verlassen. Der Körper verbraucht die Reserven des Vitamins für akute Anliegen, wie z. B. die Produktion von Adrenalin und Cortisol, was dazu führt, dass langfristige, metabolische Prozesse nicht ausreichend versorgt werden. Dies kann zu gesundheitlichen Schäden führen und den Organismus dauerhaft belasten.

7. Was passiert bei einem Vitamin C Mangel?

Bei einem akuten und chronischen Vitamin C Mangel kann es zu diversen, teils unspezifischen Symptomen kommen. Diese verschwinden in der Regel, wenn eine regelmäßige und ausreichende Zufuhr sichergestellt wird Folgende Symptome treten bei einem Vitaminmangel auf:

  • Psychische Krankheiten wie Depressionen
  • Eisenmangel
  • Magnesiummangel
  • Allgemeine Schwäche
  • Zahnfleischentzündungen
  • Gesteigertes Risiko für onkologische Raumforderungen
  • Störungen des Gleichgewichts
  • Sehschwäche
  • Auffälligkeiten im Herz-Kreislauf-System
  • Anfälligkeit für Infektionen
  • Störungen der Konzentration und kognitiver Ausdauer
  • Kopfschmerzen
  • Wassereinlagerungen im Gewebe
  • Schädigung des Erbguts
  • Erschlaffendes Bindegewebe
  • Schwindelanfälle
  • Verdauungsbeschwerden

 

Bei einem schweren, anhaltenden Mangel an Vitamin C kann sich die Symptomatik verschärfen und teilweise zu massiven Symptomen führen. Nach wenigen Monaten in einem dauerhaften Mangelzustand kann der Mensch an Skorbut erkranken. Skorbut ist mittlerweile eine seltene Krankheit geworden, da die normale Ernährung in der Regel die Mindestversorgung mit Vitamin C sicherstellt. Bei manchen Diäten kann es aber dennoch zum Ausbruch von Skorbut kommen. Die Krankheit ist nicht-infektiös und behandelbar, wird aber häufig nur sehr spät erkannt aufgrund der Seltenheit. No-Carb Diäten und andere Ernährungsweisen ohne Gemüse und Obst, welche ausschließlich auf eiweißhaltiger Kost basieren, können die Ursache für Skorbut sein.

Folgende Symptome sind typisch für die Vitaminmangelerkrankung:

  • Anhaltende Müdigkeit
  • Ausfall der Zähne
  • Bewegungseinschränkungen
  • Brüchige Nägel
  • Durchfälle
  • Hautunreinheiten
  • Hohes Fieber
  • Infektanfälligkeit
  • Muskelschmerzen
  • Muskelschwund
  • Schlechte Wundheilung
  • Schwindelanfälle
  • Zahnfleischbluten
  • Zahnfleischschwund

8. Wann sollte man keine Vitamin C Präparate einnehmen?

Vitamin C als ein Nahrungsergänzungsmittel sollte nicht eingenommen werden, wenn Erkrankungen der Nieren vorliegen. Dazu gehört z. B. die Nephritis (Nierenentzündung), angeborene Nierenschwäche, Tumore der Niere sowie Vernarbungen und gutartige Raumforderungen. Nieren sind Organe, welche das Blut reinigen und das überschüssige Vitamin C aus dem Körper leiten. Sind diese nicht voll funktionsfähig, kann es zu einer Überdosierung mit Ascorbinsäure kommen. Bei Unsicherheiten sollte immer ein Arzt aufgesucht werden, es ist grundsätzlich wichtig, bei jeder stark-akuten oder chronischen Erkrankung den behandelnden Arzt über die eingenommenen Nahrungsergänzungsmittel zu informieren.

Bei einem gesunden Menschen kann Vitamin C kaum überdosiert werden. Es ist wasserlöslich und wird sehr unproblematisch über die Harnwege oder den Verdauungstrakt ausgeschieden.

Quellenverzeichnis:

  1. https://www.dge.de/wissenschaft/referenzwerte/vitamin-c/
  2. https://pdfs.semanticscholar.org/b463/4ea3b3da7d64961893673649f4dc14ad003e.pdf
  3. https://vitamine-ratgeber.com/wie-vitamin-c-die-gesundheit-von-augen-und-zentralem-nervensystem-erhalten-kann/#fnref-981-1
  4. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22342518
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