Chaga-Pilz
Chaga PilzDer sibirische Vitalpilz als großartige Quelle für Antioxidantien

Chaga Pilz – das natürliche Power-Superfood unter den Pilzen

Ein Pilz der Krankheiten heilt? Der Volksmedizin zu Folge stimmt das und tatsächlich gibt es mittlerweile auch wissenschaftliche Dokumentationen, die die Wirksamkeit zahlreicher Heilpilze belegen. Dazu gehört auch der Chaga Pilz, der vor allen in Finnland und Sibirien zum Einsatz kommt.

Was ist ein Chaga Pilz?

Inonotus obliquus – so lautet der botanische Name für den Schiefer Schillerporling, auch Chaga genannt. Es handelt sich hierbei um einen Heilpilz, dessen Name aus Russland stammt. Der Pilz selbst wächst auch in Deutschland. Er ist eng verwandt mit dem Zunderschwamm und wächst auf den Stämmen der Birke. Während er für die Birke äußerst schadhaft ist (er zerstört sie), dient er in der Volkskunde als Medizin. Vor allem in der Urbevölkerung Nordamerikas, in Sibirien und Finnland wird der Chaga als Medizin und zur Kräftigung eingesetzt.

Der Schiefer Schillerporling wächst auf natürliche Weise in Europa, Nord- und Südamerika, Sibirien, Japan und im Iran. Birkenwälder sind der beste Fundort für Inonotus obliquus. Ein Chaga Pilz erreicht eine Größe von bis zu 30 cm im Durchmesser, sein Gewicht liegt bei bis zu fünf Kilogramm.

Wie wirkt der Chaga Pilz?

Die Wirksamkeit des Chagas wurde schon vor langer Zeit überliefert. Eine alte Sage, die bereits im 12. Jahrhundert entstand, berichtete schon von Erfahrungen. Ein russischer Herrscher litt der Sage zu Folge an Lippenkrebs und wurde durch die Einnahme von Chaga Tee geheilt. Etwas später, im 19. Jahrhundert, tauchten immer wieder Rezepte und Methoden von Ärzten aus Russland auf, deren Patienten mit dem Chaga Pilz Erfahrungen gemacht und Heilung erfahren haben.

Die Chaga Pilz Wirkung ist auch der Wissenschaft nicht entgangen und so wurde der Heilpilz 1955 vom russischen Gesundheitsministerium als wirksames Medikament anerkannt. Seither ist er in der russischen Schulmedizin zugelassen. Es gab weltweit mehrere Studien, die allesamt zum Ergebnis kamen, dass die Wirkung tatsächlich vorhanden ist. Eine der neusten Studien belegt die Wirksamkeit von Inonotus obliquus bei Krebserkrankungen. [1]

Der Chaga enthält zahlreiche Vitalstoffe, die in der Lage sein können, das Wachstum von Tumoren und Krebszellen aufzuhalten. Insbesondere wenn sich der Krebs im Magen-Darm-Bereich oder der Speiseröhre befindet, trifft die Chaga Pilz Wirkung zu.

Doch auch wenn der Pilz in der Lage ist, das Tumorwachstum im Anfangsstadium aufzuhalten, so ist er doch kein Heilmittel bei Krebserkrankungen im fortgeschrittenen Studien. Dennoch geht die Wirkung soweit, dass Schmerzen gelindert werden können und der Appetit der oft unterernährten Krebspatienten zurückkommt.

Zahlreiche, wissenschaftliche Erfahrungen belegen dass:

  1. Der Pilz den Körper bei Entzündungen unterstützt.

  2. Der Pilz Krebszellen eindämmt und den Zelltod auslösen kann.

  3. Der Pilz für eine verbesserte Gehirn-Gesundheit sorgt.

  4. Der Pilz das Herz-Kreislauf-System stärkt.

  5. Der Pilz die Gedächtnisleistung stärkt.

  6. der Pilz hohen Blutzucker senkt.

  7. Der Pilz Schmerzen in den Gelenken lindern kann.

  8. Der Pilz die Vitalität des Organismus stärkt.

Wildwachsende Chaga Pilze gelten als stärkstes Antioxidans der Welt. Ein Labor aus Amerika, das Brunswick Institut, hält fest, dass sie einen ORAC-Wert von mehr als 50.000 Einheiten besitzt. Damit ist er etwa dreimal so stark wie der Heilpilz Maitake. Mit dem ORAC-Wert werden antioxidative Eigenschaften von Pflanzen nachgewiesen. Die am höchsten, je gemessenen Werte erreichten Chaga Pilze.

Chaga Pilze enthalten zahlreiche Pflanzen- und Mineralstoffe in erhöhter Konzentration. Diese Wirkstoffe zieht der Pilz aus der Birke oder bildet sie selbstständig. Menschen hingegen leiden oftmals unter Nährstoffmängeln, die aufgrund von minderwertiger Nahrung und erhöhtem Zuckerkonsum entstehen. Die Einnahme des Vitalpilzes kann diese Mängel ausgleichen und dem Körper allgemein mehr Kraft zuführen.

Wird beispielsweise Tee über mehrere Monate getrunken, befreit sich der Körper von Schlacken. Auch das Blut wird gereinigt, das gesamte Haut- und Erscheinungsbild des Anwenders verbessert sich. [2]

Für all diese Heilkräfte sind die Inhaltsstoffe des Pilzes verantwortlich:

  • Betulinsäure

  • Chrom

  • Polysaccharide

  • Germanium

  • Eisen

  • Melanin

  • Triterpene

  • Flavonoide

Durch die Symbiose dieser Stoffe kann eine starke Wirkung erzielt werden. Ganz wichtig sind hierbei die zahlreichen Antioxidantien, die den Körper reinigen und verjüngen.

Gegen welche Beschwerden helfen Chaga Pilze?

Chaga ist auch unter anderen Namen bekannt, wie z. B. Schwarze Masse, Klinkerpolypore, Birkenkrebs-Polypore, Aschenkegel und die sterile Kegelstammfäule (der Birke). Chaga produziert einen holzigen Auswuchs oder Kegel, der ähnlich wie ein Klumpen verbrannter Holzkohle aussieht – etwa 25-38 Zentimeter groß. Das Innere offenbart jedoch einen weichen Kern mit einer orangefarbenen Farbe.

Obwohl die Forschung noch nicht abgeschlossen ist, deuten einige wissenschaftliche Studien darauf hin, dass Chaga-Extrakt bestimmte gesundheitliche Vorteile bieten kann.

Gegen Entzündungen

Entzündungen sind eine natürliche Reaktion des Immunsystems, die vor Krankheiten schützen kann. Langfristige Entzündungen sind jedoch mit Krankheiten wie Herzkrankheiten und rheumatischer Arthritis verbunden.

80 Prozent aller menschlichen Krankheiten kommen von Entzündungen und bieten ein großes Potenzial für schwerwiegende Folgen. Insbesondere Arteriosklerose, eine Arterienverengung, kann durch chronische Entzündungen begünstigt werden. Dies wiederum führt zu einem Anstieg des Risikos einen Schlaganfall oder Herzinfarkt zu erleiden. [3]

Chaga Pilze helfen dabei, Entzündungen im Körper auszuheilen und diese Gefahr zu minimieren. Die körpereigenen Killerzellen, das Immunsystem, werden um bis zu 300 Prozent verstärkt und helfen, Entzündungen endgültig zu regulieren. Eine kurzfristige Entzündung ist hierbei nicht das Problem, sie hilft dem Körper sogar, Keime abzutöten. Chronische Formen der Entzündung sollten allerdings strikt vermieden werden.

Tier- und Reagenzglasstudien legen nahe, dass der Chaga-Extrakt die Immunität positiv beeinflussen kann, indem er langfristige Entzündungen reduziert und schädliche Bakterien und Viren bekämpft.

Durch die Förderung der Bildung von nützlichen Zytokinen – spezialisierte Proteine, die das Immunsystem regulieren – stimuliert Chaga die weißen Blutkörperchen, die für die Bekämpfung von schädlichen Bakterien oder Viren wichtig sind. [4] Infolgedessen könnte dieser Pilz helfen, Infektionen zu bekämpfen – von leichten Erkältungen bis hin zu schweren Krankheiten.

Zusätzlich zeigen andere Tier- und Reagenzglasstudien, dass Chaga die Produktion von schädlichen Zytokinen verhindern kann, die Entzündungen auslösen und mit Krankheiten in Verbindung gebracht werden. Zum Beispiel reduzierte der Chaga-Extrakt in einer Studie an Mäusen Entzündungen und Darmschäden, indem er entzündliche Zytokine hemmte.

Bei Krebs & Tumorerkrankungen

Seine weltweite Bekanntheit hat der Chaga Pilz durch seine Wirkung auf Krebszellen erlangt. So hat beispielsweise Alexander Solschenizyn, seines Zeichens Literaturnobelpreisträger, einen Roman mit dem Titel „Krebsstation“ herausgebracht. In diesem Roman wird die Hauptfigur dank des Chaga Pilzes von seiner Krebserkrankung geheilt. Durch die hartnäckige Verwendung des Pilzes wurde auch die Wissenschaft aufmerksam und wollte erforschen, was tatsächlich an der Wirksamkeit dran ist. In den letzten 70 Jahren gab es immer wieder Studien, die den Einfluss des Pilzes auf Krebszellen untersuchten. Es wurde nachgewiesen, dass folgende Krebszellenarten unter dem Einfluss des Vitalpilzes im Wachstum gehemmt wurden:

  • Leberkrebszellen

  • Hautkrebszellen

  • Brustkrebszellen

  • Lungenkrebszellen

  • Magenkrebszellen

  • Darmkrebszellen

  • Gebärmutterkrebszellen

Neben dieser Liste sind vor allem die Effekte von Pilzextrakten in der Anwendung bei Tieren erstaunlich: In Japan wurde 2016 eine Studie durchgeführt die belegte, dass eine kontinuierliche Einnahme des Heilpilzes bei Mäusen eine Ausbreitung von Krebswucherungen unterdrückte. In Korea wurde 2008 in einer Studie festgestellt, dass der Heilpilz in der Lage ist, den Zelltod von Krebszellen zu begünstigen. Somit ist der Chaga Pilz eine denkbare Option bei der Behandlung von Krebszellen.

In einer Studie mit Mäusen, die an Krebs erkrankt waren, führte die Nahrungsergänzung mit Chaga zu einer 60%-igen Verringerung der Tumorgröße.

In einer Reagenzglasstudie hat der Chaga-Extrakt das Wachstum von Krebs in menschlichen Leberzellen verhindert. Ähnliche Ergebnisse wurden bei Krebszellen der Lunge, der Brust, der Prostata und des Dickdarms beobachtet. [5] Es wird vermutet, dass die krebshemmende Wirkung des Chaga teilweise auf seinen hohen Gehalt an Antioxidantien zurückzuführen ist, die die Zellen vor Schäden durch freie Radikale schützen.

Insbesondere enthält der Chaga das Antioxidans Triterpene. Studien im Reagenzglas haben gezeigt, dass ein sehr konzentrierter Triterpenextrakt helfen kann, Krebszellen zu töten. Denken Sie daran, dass Studien am Menschen erforderlich sind, um eindeutige Schlussfolgerungen über das Anti-Krebs-Potenzial von Chaga zu ziehen.

Gegen Stress

Stress ist Gift für den menschlichen Organismus. Die Anti-Stress-Wirkung des Heilpilzes zählt zu den wichtigsten Vorteilen für den Menschen. Stress ist der Auslöser zahlreicher Erkrankungen und steht oft am Beginn einer negativen, gesundheitlichen Veränderung. So verhindert Stress einen guten, tiefen Schlaf und führt somit wiederum zu einer Abschwächung der Immunabwehr. Die Folge sind Darmentzündungen, Hauterkrankungen und mehr. Die Entstehung von Bluthochdruck, Entzündungen, Diabetes und Arteriosklerose wird durch Stress ebenso gefördert.

Der Chaga Pilz wirkt stressreduzierend, was mit der Verringerung der Cortisolausschüttung zu erklären ist. Cortisol ist vor allem bei häufigem Stress vorhanden und wirkt sich negativ auf das Allgemeinbefinden aus. Durch eine hohe Dosis Cortisol wird der Körper in den Fluchtmodus versetzt. Als die Menschen noch von wilden Tieren gejagt wurden, war dies eine lebensnotwendige Körperreaktion. Heute jedoch ist eine überschüssige Cortisolausschüttung von Nachteil, denn die Stresshormone können nicht effektiv abgebaut werden. Es kann zu gesundheitlichen Produkten wie Müdigkeit, Herzerkrankungen, Depressionen, Burnout und Adipositas kommen. Da die Pilze auf die Nebennieren wirken, kann die übermäßige Ausschüttung von Cortisol reguliert werden und das Stresslevel reduziert sich. [6]

Bei Fehlfunktionen der Schilddrüse

Von der Schilddrüse werden Hormone produziert, die für die Aufrechterhaltung zahlreicher Körperfunktionen wichtig sind. Wenn es zu einer Unterfunktion der Schilddrüse kommt, treten folgende Symptome auf:

  • Müdigkeit, Lustlosigkeit, Depressionen

  • Energielosigkeit, Konzentrationsstörungen

  • Übergewicht und Verstopfung

  • brüchige Nägel, stumpfes Haar

  • mangelnde Libido

Schulmedizinisch werden Schilddrüsenunterfunktionen durch die Gabe von Hormonen behandelt. Allerdings wird dadurch nur die Symptomatik gelindert, nicht jedoch die Ursache therapiert. Trotz der Gabe von Schilddrüsenhormonen gibt es viele Patienten, bei denen die Symptomatik nicht vollständig verschwindet. Der beste Lösungsansatz wäre, die Funktionalität der Schilddrüse wiederherzustellen, anstatt nur die Symptome zu behandeln. Der Chaga Pilz setzt genau hier an, denn er hat eine ausbalancierende Wirkung auf den Hormonhaushalt des Menschen. Studien haben gezeigt, dass Probanden, deren Schilddrüsenfehlfunktion mit Chaga Pilzen behandelt wurde, eine Erhöhung des T4-Spiegels und des TSH stattfand.

Bei Diabetes

Zu den häufigsten, weltweit auftretenden Erkrankungen gehört Diabetes Typ 2. Mehr als sechs Millionen Menschen leiden allein in Deutschland darunter. Ein erhöhter Blutzucker kann schwere Folgen wie Arteriosklerose, Schlaganfälle und Herzinfarkte haben. Der Chaga Pilz hat einen nachgewiesenen, positiven Einfluss auf den Blutzucker. Er senkt diesen jedoch nicht nur, sondern erhöht die Empfindlichkeit der Zellen für den vorhandenen Blutzucker. Somit findet die Wirkung direkt im Bereich der Ursache statt. Eine Studie mit Ratten zeigte auf, dass dieser Heilpilz den Blutzucker nachweislich senken konnten und auch der Langzeitzuckerwert sank.

Die Insulinproduktion findet über die Bauchspeicheldrüse statt. Chaga Pilze sind in der Lage, die Bauchspeicheldrüse zu stärken und vorhandene Schäden sogar rückgängig zu machen. Hinzu kommt die Wirksamkeit des Heilpilzes bei Folgeerkrankungen der Diabetes. Hierzu gehören beispielsweise zu hohe Blutfettwerte, aber auch die entstandene Fettleber.

Mehrere Tierstudien bringen Chaga mit niedrigeren Blutzuckerwerten in Verbindung. Daher kann er bei der Behandlung von Diabetes helfen. In einer kürzlich durchgeführten Studie an fettleibigen, diabetischen Mäusen wurde beobachtet, dass Chaga-Extrakt den Blutzuckerspiegel und die Insulinresistenz im Vergleich zu diabetischen Mäusen, die die Nahrungsergänzung nicht erhielten, senkte.

In einer anderen Studie an diabetischen Mäusen führte die Nahrungsergänzung mit Chaga zu einer 31%-igen Senkung des Blutzuckerspiegels über drei Wochen. [7] Ähnliche Ergebnisse wurden in anderen Studien gesehen. Da es jedoch keine Forschung am Menschen gibt, ist es unklar, ob Chaga beim Menschen helfen kann, Diabetes zu behandeln.

Senkt den Cholesterinspiegel

Chaga-Extrakt kann sich auch positiv auf den Cholesterinspiegel auswirken und so das Risiko für Herzkrankheiten senken. In einer achtwöchigen Studie an Ratten mit hohem Cholesterinspiegel reduzierte der Chaga-Extrakt das „schlechte“ LDL-Cholesterin, das Gesamtcholesterin und die Triglyceride, während er gleichzeitig die Antioxidantienwerte erhöhte.

Ähnliche Studien ergaben die gleichen Ergebnisse und stellten fest, dass – zusätzlich zur Reduzierung des „schlechten“ LDL-Cholesterins – Chaga das „gute“ HDL-Cholesterin erhöht. [8] Die Forscher glauben, dass die im Chaga vorhandenen Antioxidantien für seine Wirkung auf den Cholesterinspiegel verantwortlich sind.

Auch hier ist mehr Forschung am Menschen nötig, um die Auswirkungen von Chaga auf den Cholesterinspiegel klar zu verstehen.

Wie wird Chaga eingenommen bzw. wie verwendet / dosiert man ihn?

Die ideale Dosierung von Chaga hängt von einer Reihe von Faktoren ab, wie z. B. dem Alter des Kunden, seinem Gesundheitszustand und auch zahlreichen anderen Bedingungen. Zu diesem Zeitpunkt gibt es nicht genügend wissenschaftliche Informationen, um einen angemessenen Bereich von Dosierungen für Chaga festzulegen. Denken Sie daran, dass natürliche Produkte nicht immer zwangsläufig risikofrei sind und dass dies lebenswichtig sein kann. Seien Sie sicher, dass Sie sich an die entsprechenden Anweisungen auf den Etiketten der Artikel halten und auch Ihren Apotheker oder Arzt oder verschiedene andere Gesundheitsexperten vor der Verwendung konsultieren.

Chaga Pilze werden als Tee oder Kapseln eingenommen. Für die Zubereitung eines Tees werden die Pilz Stücke in Wasser gekocht. Auf 500 ml Wasser werden drei Pilzstücke gegeben, der Sud wird geköchelt. Nach etwa zehn Minuten hat das Teewasser eine braune Farbe erhalten. Hierfür ist das Melanin verantwortlich, die meisten Vitalstoffe des Pilzes sind jedoch farblos. Erstaunlicherweise ist Chaga Tee nicht bitter oder schmeckt unangenehm, sondern erinnert geschmacklich an schwarzen Kaffee, mit einem Vanillearoma. Er kann mit Kräutertees gemischt oder Pur getrunken werden. In Finnland wird Tee gern mit Kaffee kombiniert getrunken. Da Kaffee durch Koffein ein energiereiches Getränk ist, werden die Wirkstoffe so noch schneller in den Blutkreislauf gebracht. [9]

Alternativ gibt es Kapseln mit Chaga Pilzextrakt, die zweimal täglich eingenommen werden. Eine Tee Kur sollte für drei Monate durchgeführt werden, allerdings kann der Tee auch in die tägliche Nahrung eingebunden worden. Der Tee gilt als die gesündere Alternative zu Kaffee. Pro Tag werden im Rahmen der Kur ein bis zwei Tassen Tee getrunken. Wichtig ist, dass der Tee auf nüchternen Magen eingenommen wird. Nach rund drei Monaten zeigt sich die positive Wirkung, die sich bei längerer Anwendungsdauer maximiert. Es gibt keinerlei Nebenwirkungen und auch eine Überdosis ist auszuschließen. Schon Kinder ab zwei Jahren können Chaga Tee bedenkenlos einnehmen.

Auswahl, Anwendung sowie Lagerung von Chaga

Sowohl online als auch in Geschäften für Lebensmittel und Nahrungsergänzungen wird Chaga am häufigsten als Pulver für die Verwendung in Tees sowie zum Abkochen angeboten. Sie können zusätzlich in Flaschen abgefüllte Tinkturen kaufen, von denen angenommen wird, dass sie besser durch den Körper aufgesaugt werden. Chaga Teebeutel und auch getrocknete Chaga Stücke sind ebenfalls leicht verfügbar. [10]

Chaga Nahrungsergänzungen sind eher unüblich, da der getrocknete Pilz im Darm nicht so schnell aufgesaugt wird. Nur wenn man den Pilz in heißem Wasser, Alkohol oder einem fermentierten Extrakt ausbreitet, kann der Darm ihn schneller aufnehmen.

Die Herausforderung bei der Verwendung von Chaga ist, dass die Dosierungen von verschiedenen Markennamen (oder sogar verschiedenen Angeboten der gleichen Marke) variieren können. Bio-Heilmittel wie diese sind in den USA nicht streng reguliert und es gibt keine Untersuchungen, um eine Standard-Dosierung oder sogar die Reinheit eines Produkts zu gewährleisten.

Wenn Sie Chaga verwenden wollen, sind hier einige Tipps, die bei der Kaufentscheidung helfen können:

  • Schauen Sie sich das Etikett des Artikels an. Je mehr Informationen Sie erhalten, desto besser. Das Etikett muss vorzugsweise den Sortennamen Inonotus obliquus sowie das Herkunftsland enthalten. Prüfen Sie, ob Wirkstoffe zugesetzt sind. Wenn es welche gibt und Sie diese nicht identifizieren können, sprechen Sie mit Ihrem Pharmakologen.

  • Prüfen Sie den Farbton. Chaga-Pulver kann im Farbton von leuchtend orange bis dunkelbraun variieren. Dunklere Farben deuten darauf hin, dass der Pilz vor der Pulverisierung nicht geschält wurde. Dies ist nur deshalb besorgniserregend, weil die geschwärzte Haut (Sclerotium) giftig sein könnte. [11]

  • Wählen Sie natürliche Produkte. Bei vielen organischen Nahrungsergänzungen kann eine mögliche Verunreinigung durch andere Stoffe vorliegen. Um die Gefahr zu verringern, wählen Sie Marken, die rein und natürlich sind.

Herstellung von Chaga-Tee

Der einfachste Weg, Chaga-Tee zu zubereiten, ist die Verwendung von Chaga-Teebeuteln. Wenn Sie Chaga-Pulver verwenden, geben Sie einen Teelöffel in eine Tasse mit kochendem Wasser, lassen Sie es 5 Minuten ziehen und seihen Sie es mit einem großen Teesieb ab.

Wenn Sie Chaga-Stücke verwenden, zerkleinern Sie diese in 1-Zoll-Stücke. Fügen Sie vier bis fünf Stücke zu einem Liter Wasser hinzu und kochen Sie sie auf niedriger Stufe für mindestens 15 Minuten bzw. etwa 3 Stunden. Je länger Sie die Pilze köcheln lassen, desto intensiver wird der Geschmack sicherlich werden. Manche Menschen konsumieren die dunklere Brühe mit Kaffee. Leichtere Brühen werden normalerweise als Tee getrunken.

Einige Personen erklären den Geschmack als natürlich sowie kaffeeähnlich; andere werden Ihnen sagen, dass er wie Spülwasser schmeckt. Um den Tee schmackhafter zu machen, fügen Sie Honig hinzu, der sein leichtes vanilleartiges Aroma hervorhebt.

Es gibt keine Standards für die ideale Verwendung von Chaga. Als Faustregel gilt: Verwenden Sie das Produkt wie verordnet und gehen Sie auch nie über die empfohlene Dosierung hinaus.

Fazit: Warum ist der Chaga Pilz so gesund?

Inonotus obliquus enthält zahlreiche Vitalstoffe und gilt als die Pflanze mit dem höchsten Anteil an Antioxidantien. Die Einnahme sorgt für eine Stabilisierung des Immunsystems, gleicht Nährstoffmängel aus und hilft dem Körper auf diese Weise, sich selbst zu regulieren. Immer mehr Studien belegen die Wirksamkeit des Pilzes bei schwerwiegenden Erkrankungen, selbst das Wachstum von Tumorzellen kann eingedämmt werden. In Russland ist Chaga als Heilmittel in der Schulmedizin zugelassen, die Studien selbst stammen aus zahlreichen Ländern. Durch fehlende Nebenwirkungen und die einfache Anwendung ist der Vitalpilz für alle Menschen eine gute Möglichkeit, ihre Gesundheit natürlich zu unterstützen.


Quellenverzeichnis

[1]: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/20607061/

[2]: https://utopia.de/ratgeber/chaga-pilz-wirkung-und-anwendung-des-finnischen-waldpilzes/

[3]: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/31030453/

[4]: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4361086/

[5]: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4946216/

[6]: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/29953348/

[7]: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/18434051/

[8]: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/18434051/

[9]: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/31128995/

[10]: https://www.dustri.com/article_response_page.html?artId=10154&doi=10.5414/CN107655&L=0

[11]: https://www.liebertpub.com/doi/10.1089/jmf.2008.1149

Author

Falls Sie weitere Fragen oder Anregungen zum Thema haben, können Sie mich gern kontaktieren.

  • Dr Jennifer Bülow

    Dr. med. Jennifer Bülow

    Fachärztin für Allgemeinmedizin

    Als studierte Ernährungsberaterin unterstützt Fr. Dr. med. Jennifer Bülow anderen Menschen täglich dabei, ihre Ernährung vitaler zu gestalten und einen gesünderen Lebensstil zu führen. Ihre Vision ist es, ihr großes Wissen um Nahrungsergänzungsmittel und natürliche Heilmittel mit anderen zu teilen und somit mehr Menschen zu neuen Körpergefühl zu verhelfen.

Häufig gestellte Fragen

Hier finden Sie aktuelle Antworten auf häufig gestellte Fragen zum Thema.

Für was ist der Chaga Pilz gut?
Der Chaga Pilz enthält zahlreiche Pflanzen- und Mineralstoffe. Auffallend hoch ist der Gehalt an Antioxidantien. Er kann das Herz-Kreislauf-System sowie die Gedächtnisleistung stärken. Darüber hinaus soll der Chaga Pilz das Wachstum von Tumorzellen hemmen können.
Wie erkennt man den Chaga Pilz?
Der Chaga Pilz wächst auf Birkenstämmen und wird zwischen 25 und 38 Zentimeter groß. Chaga erkennt man an seiner schwarzen Kruste bzw. schwarzen Auswüchsen, die wie verbrannte Kohle aussehen. Das Innere des Pilzes ist orangefarben oder leicht bräunlich.
Wie schmeckt Chaga Tee?
Chaga Tee ist keinesfalls bitter, sondern hat einen angenehm milden, leicht erdigen Geschmack. Dieser erinnert an den Geschmack von schwarzem Kaffee mit leichter Vanillenote. Ein bitterer Geschmack ist ein Anzeichen für eine schlechte Qualität des Pilzes.