Kurkuma ist ein sowohl in der Küche, als auch in der Naturheilpraktik etabliertes Mittel. Die Pflanze gehört zu der Familie der Ingwergewächse. Bekannt wurde Kurkuma insbesondere durch den Gebrauch in der orientalischen Küche, viele Länder nutzen die Wurzel als ein Gewürz. Die gelbe Wurzel nimmt ihren Ursprung in Ostasien, am häufigsten verbreitete Gerichte mit dem Gebrauch von Kurkuma sind in der indischen Küche vorzufinden. Kurkuma verfügt über einen dezenten, unaufdringlichen Geschmack und Geruch und bildet einen wichtigen Teil von der Gewürzmischung Curry. Kurkuma wird aufgrund der markanten, gelben Farbe auch als Gelbwurzel bezeichnet. Ein weiterer Name für das moderne Superfood ist indischer Safran.

Neben den zahlreichen Einsatzmöglichkeiten in der kulinarischen Welt wird die Wurzel auch aufgrund von vielen gesundheitsfördernden Eigenschaften geschätzt und in der Medizin verwendet. Einen besonderen Stellenwert hat dabei der Pflanzenstoff Curcumin, welcher sowohl in der Wurzel, als auch extrahiert in einem Nahrungsergänzungsmittel eine hohe Wirkung entfaltet. Curcumin ist nahezu ausschließlich in der Wurzel enthalten und kann nur über die direkte Aufnahme vom Gewürzpulver oder in einem Präparat dem Körper zugeführt werden.

1. Was ist Curcumin?

Beim Curcumin handelt es sich um ein Polyphenol. Polyphenole kommen in nahezu allen Pflanzen vor, sind aber in der Menge und der Zusammensetzung unterschiedlich. In der Medizin haben sie einen besonderen Stellenwert aufgrund der antioxidativen Wirkung. Antioxidantien schützen den Körper vor freien Radikalen, in dem sie sich mit den schädlichen freien Radikalen verbinden und diese neutralisieren. [1] Der Wirkstoff Curcumin ist nur in der Wurzel der Pflanze in bedeutenden Mengen angereichert. Es ist ein sekundärer Pflanzenstoff, der zu den wichtigsten Bestandteilen der Pflanze gehört und der Wurzel die typische Gelbfärbung verleiht. Die Pflanze produziert Curcumin, um sich selbst vor Fressfeinden zu schützen. Curcumin wird auch als ein Lebensmittelzusatz verwendet und in der Zusammensetzung unter der Bezeichnung E100 gelistet.

2. Warum ist liposomales Curcumin besonders effektiv?

Curcumin ist in einer modernen, effektiven, liposomalen Form erhältlich. Liposomales Curcumin unterscheidet sich von anderen Nahrungsergänzungsmitteln durch die spezifische Einkapselungstechnologie, welche den Wirkstoff schützt und es ermöglicht, das Curcumin unbeschadet und vom Stoffwechsel unberührt durch den Körper zu transportieren. Während nicht-liposomale Präparate mit Curcumin den kompletten Verdauungstrakt passieren müssen, bevor sie im Dünndarm aus dem Nahrungsbrei extrahiert und in den Organismus geleitet werden, umgeht das intelligente, liposomale Curcumin diesen Weg. Durch die Umgehung der Einwirkungen im Verdauungstrakt wird kein Wirkstoff zerstört oder ungenutzt aus dem Körper geleitet. Liposome sind kleine Vesicel, also Bläschen, die über eine stabile, nicht wasserlösliche Doppelwand verfügen. Diese Lipiddoppelschicht schützt den gelösten Wirkstoff, welcher sich in flüssiger Form im Liposom befindet. Liposome ähneln in ihrer Struktur den Zellwenden und können mit diesen in Interaktion treten und den Wirkstoff dort abgeben, wo dieser gebraucht wird. Dadurch ist die Bioverfügbarkeit vom liposomalen Curcumin außergewöhnlich hoch, große Mengen des Wirkstoffs werden effektiv verstoffwechselt.

Curcumin ist nicht wasserlöslich. Beachtet man diesen Aspekt bei der Einnahme von nicht-liposomalen Nahrungsergänzungsmitteln nicht, verliert der Wirkstoff gänzlich die positive Wirkung. Schätzungsweise wird nur 20 % des über die Ernährung aufgenommenen Curcumins verwendet, 4/5 des Wirkstoffs wird aus dem Organismus über die Harnwege ausgeleitet. Liposomales Curcumin ist bereits gelöst und somit zu 100 % verfügbar.

3. Welche Wirkung hat liposomales Curcumin?

Zu den wichtigsten Eigenschaften vom liposomalen Curcumin gehört die beschriebene Eigenschaft, freie Radikale abzufangen und diese zu neutralisieren. Freie Radikale entstehen auch bei einem gesunden Metabolismus und schädigen die körpereigenen Zellen, was zum Funktionsverlust, Stoffwechselstörungen und Mutation dieser führen kann.

Eine weitere wesentliche Aufgabe vom liposomalen Curcumin ist der Erhalt von Neuronen. Neuronen sind Nervenzellen, die sowohl im zentralen, als auch im peripheren Nervensystem dauerhaft Belastungen ausgesetzt sind. Ein Neuron ist für die Weiterleitung von Reizen zuständig, beschädigte Neuronen können ihre Funktion nicht im vollen Umfang ausführen, wodurch es zu Fehlverknüpfungen, Unterversorgung, Sensibilitäts- und Bewegungsstörungen kommt. Curcumin schützt die Nervenzellen und sorgt für den Erhalt der Funktionen, was die Verwendung des Wirkstoffs beispielweise bei degenerativen Autoimmunerkrankungen interessant macht.

Neben den antioxidativen und neuroprotektiven Eigenschaften wirkt liposomales Curcumin schmerzlindern und entzündungshemmend, was den Wirkstoff bei diversen Erkrankungen sinnvoll einsetzbar macht.

In den folgenden Bereichen ist die Einnahme vom liposomalen Curcumin sinnvoll:

  • Zum Schutz und zur Verbesserung der Tätigkeiten des Herz-Kreislauf-Systems
  • Bei onkologischen Erkrankungen zur Unterstützung der Therapie oder zur Nachsorge [2]
  • Zur Unterstützung bei Alzheimer und Demenz
  • Bei Menstruationsbeschwerden
  • Bei Diabetes Typ I und II
  • Bei Autoimmunerkrankungen
  • Zur Regulierung des Blutzuckerspiegels
  • Zur Normalisierung des Cholesterinspiegels
  • Für eine Hemmung von Entzündungen
  • Zum Schutz der Herzkranzgefäße
  • Für die Verbesserung der Leberfunktion
  • Bei Verdauungsbeschwerden
  • Als ein natürliches Analgetikum (Schmerzmittel)
  • Für eine allgemeine, gesunde Ernährung
  • Bei psychischen Erkrankungen (z. B. Depression)
  • Zur Verbesserung des Immunsystems

4. Die besondere Rolle des Curcumins bei Autoimmunerkrankungen

Liposomales Curcumin eignet sich ideal, um verschiedenste Autoimmunerkrankungen in der Behandlung zu unterstützen, eine destruktive Progression aufzuhalten und die gesunden Organe und Gewebe zu schützen.

Positive Auswirkungen auf den Verdauungstrakt können beispielweise bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen, wie z. B. Morbus Crohn oder Colitis Ulcerosa eingesetzt werden. Die entzündungshemmende Wirkung vom Curcumin reduziert die Symptomatik, es ist dem Verdauungstrakt möglich, mit geringeren Beschwerden den Aufgaben nachzukommen. Curcumin reduziert entzündliche Prozesse im ganzen Körper und ist im Vergleich zu anderen entzündungshemmenden Medikamenten in empfohlenen Mengen frei von Nebenwirkungen und wird in der Regel gut vertragen.

bei Multiple Sklerose

Auch die neurodegenerative Autoimmunerkrankung Multiple Sklerose (MS) kann mit liposomalem Curcumin gelindert werden. Multiple Sklerose verläuft in der Regel schubweise und geht mit Entzündungsherden im Gehirn einher. [3] [4] Curcumin bei MS erfüllt gleichzeitig mehrere Anforderungen:

  1. Linderung von Schmerzen
  2. Schutz von Neuronen, die bei MS angegriffen und zerstört werden
  3. Reduktion der Entzündungen, welche Schäden im Gehirn verursachen
  4. Aufbau des Immunsystems

Weitere Erkrankungen, die in der Therapie erfolgreich durch liposomales Curcumin unterstützt werden können, sind Morbus Parkinson, Morbus Bechterew, Sarkoidose, Rheumatoide Arthritis, sowie diverse andere Krankheiten aus dem rheumatischen Formenkreis. [5]

5. Welche Nebenwirkungen können auftreten?

Liposomales Curcumin ist sehr gut verträglich und verursacht nur in seltenen Fällen Nebenwirkungen. Diese sind in der Regel auf eine massive Überdosierung zurückzuführen und können sich als Sodbrennen und Bauchschmerzen äußern. Fälle von einer anhaltenden Symptomatik aufgrund von einer Überdosierung sind nicht bekannt. Dennoch sollte man sich bei der Einnahme vom liposomalen Curcumin an die empfohlene Dosierung halten. [6]

Quellenverzeichnis:

  1. https://flexikon.doccheck.com/de/Antioxidans
  2. https://essenzielles.at/antikrebswirkung-kurkuma/
  3. https://www.autoimmunerkrankungen.org/multiple-sklerose/
  4. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/31280187
  5. https://www.krebsinformationsdienst.de/fachkreise/nachrichten/2019/fk14-curcumin-kurkuma-krebs.php
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