Glutathion
Liposomales GlutathionDie effektivste Methode zur Versorgung mit dem Mikronährstoff für metabolische Abläufe

Liposomales Glutathion – wie es freie Radikale reduziert

Beim Nährstoff Gluthation handelt es sich um eine nicht-essentielle, körpereigene Substanz, die bei einigen Prozessen im Organismus hergestellt wird und ebenso für den Stoffwechsel in ausreichenden Mengen benötigt wird. Gebildet wird Glutathion durch die Freisetzung von Energie in Form von ATP. [1] Der Mikronährstoff wird benötigt, um verschiedene metabolische Abläufe zu unterstützen, ebenso gilt Glutathion als ein starkes Mittel gegen oxidative Prozesse. Glutathion ist in der Lage, den Organismus vor Erkrankungen zu schützen, das Immunsystem zu stärken und nimmt Einfluss auf die Stärke, Ausdauer, Leistungsfähigkeit sowie kognitive Prozesse. Auch ist Glutathion für die neurologischen Prozesse des zentralen Nervensystems mitverantwortlich. Ein anhaltender Mangel an Glutathion kann zu schweren gesundheitlichen Problemen führen und wird aufgrund verschiedenster, teils unspezifischer Symptome, nur spät erkannt und behandelt. Aus diesem Grund sollte der Mensch regelmäßig hinterfragen, ob ausreichende Mengen des Mikronährstoffs dem Organismus zur Verfügung stehen.

Was genau ist Glutathion?

Beim Mikronährstoff Glutathion handelt es sich um ein Tripeptid, welcher Schwefel enthält. Ein Tripeptid wird aus drei verschiedenen Aminosäuren zusammengesetzt, bei Glutathion handelt es sich um L-Glycin, L-Cystein sowie Glutaminsäure.

  • L-Glycin: Eine nicht-essentielle Aminosäure, welche vor allem für die Bildung von Kollagen, den Hämoglobinstoffwechsel sowie den Kreatin Stoffwechsel zuständig ist.

  • L-Cystein: Eine semi-essentielle Aminosäure, welche für das Bindegewebe, Schutz der Leber sowie Entgiftung zuständig ist.

  • Glutaminsäure: Aminosäure, welche für Belastbarkeit, Ausdauer, kognitive Prozesse, Schutz vor Giften sowie Muskelaufbau mitverantwortlich ist.

Glutathion wird aus den drei Aminosäuren in der Leber synthetisiert. Dafür müssen alle Aminosäuren in ausreichender Menge zur Verfügung stehen, die Leber muss intakt, gesund und wenig belastet sein und für den Prozess muss ausreichend Energie (ATP) verfügbar sein.

Wie kommt der Glutathionmangel zustande?

Fälschlicherweise wird angenommen, dass der Stoff, welcher vom Organismus selbst synthetisiert werden kann, immer in einer ausreichenden Menge verfügbar ist. Dies ist nicht der Fall.

Es kann durch unterschiedliche Ursachen zu einem niedrigen Glutathionspiegel kommen. Äußere Faktoren spielen dabei eine entscheidende Rolle. Beispielweise sorgen Strahlungen, anhaltender Stress, Schwermetallbelastungen, Gifte, Drogen, Rauchen, starkes Sonnenbaden und Medikamente für eine unzureichende Menge an Glutathion. Auch Erkrankungen wie Diabetes, Hepatitis, Tumore und immunsuppressive Krankheiten beeinflussen die Synthese des Stoffs. Dies ist auf oxidative Prozesse sowie eine verminderte Produktion zurückzuführen. Durch eine zusätzliche Belastung steigt der Bedarf an Glutathion und kann teilweise nicht durch den Organismus ausgeglichen werden.

Fehlender Nährstoff Glutathion ist für die Entstehung von zahlreichen Erkrankungen verantwortlich und bedingt die Anfälligkeit, da das Immunsystem bei einem niedrigen Glutathionspiegel geschwächt ist.

Wie nimmt man Glutathion auf?

Verschiedene Lebensmittel können dazu beitragen, den Glutathionspiegel zu erhöhen. Beispielweise ist die Aufnahme von manchen pflanzlichen Lebensmitteln förderlich, dazu gehören Kohlsorten wie Brokkoli und Blumenkohl, auch Zwiebeln, Knoblauch und Avocado unterstützen den Körper. [1] Auch sind Zitrusfrüchte für die Anreicherung mit Glutathion förderlich.

Tierische Produkte sind ebenso Glutathion-Lieferanten, insbesondere Geflügel, Innereien (vor allem Leber) sowie einige Fischsorten.

Die industrielle Verarbeitung kann aber den enthaltenen Nährstoff Glutathion zerstören, nur frische Lebensmittel eignen sich für die Versorgung des Organismus.

Eine besonders effektive Methode für die Aufnahme von Glutathion ist die Wahl von einem hochwertigen Nahrungsergänzungsmittel. Supplements mit Glutathion gibt es in verschiedenen Formen, der Mikronährstoff wird sowohl zur Gesundheitsförderung, als auch im sportlichen Bereich verwendet. Liposomale Nahrungsergänzungsmittel zeichnen sich durch eine besonders hohe Bioverfügbarkeit auf und sind dadurch die effektivste Methode, um den Körper mit Glutathion anzureichern.

Was ist liposomales Glutathion?

Bei liposomalem Glutathion handelt es sich um Produkte mit einer speziellen Einkapselungstechnologie. Der aus drei Aminosäuren bestehende Wirkstoff Glutathion wird in einem Vesikel, also einem kleinen Bläschen, eingeschlossen. Dadurch wird verhindert, dass der Stoff an anderen Stellen durch den Stoffwechsel zerstört wird, ohne am Wirkort anzukommen. Die Wände der Bläschen bestehen aus einer stabilen Lipiddoppelschicht, welche den Zellwänden im Aufbau ähnelt und dadurch direkt mit den für Glutathion relevanten Zellen interagieren kann. Liposomales Glutathion wird direkt in die Zellkerne abgegeben, wo der Stoff effektiv mit einem hohen gesundheitlichen Wert verstoffwechselt werden kann. [2]

Es muss nicht den Verdauungstrakt passieren, auch wenn die Aufnahme oral erfolgt. Durch Diffusion gelangen die Liposome in die Blutbahn und werden zum Zielort transportiert. Es ist eine intelligente Methode, den Verdauungstrakt zu umgehen und möglichst wenig Wirkstoff zu verlieren.

Für welche Prozesse ist liposomales Glutathion besonders relevant?

Liposomales Glutathion kann sich auf verschiedene Teilbereiche des Organismus auswirken. Neben der antioxidativen, immunstärkenden Eigenschaft wird liposomales Glutathion auch zum Schutz der Nervenzellen verwendet, was bei degenerativen Erkrankungen des ZNS eine wichtige Rolle spielt. Glutathion hemmt Entzündungsprozesse im Gehirn und im Rückenmark und bietet den Nervenzellen Energie für die Steigerung der Leistungsfähigkeit. [3]

Auch wird liposomales Glutathion beim Kinderwunsch verwendet. Der Wirkstoff verbessert die Geschwindigkeit, Beweglichkeit und Vitalität der Spermien, wodurch die Wahrscheinlichkeit der Befruchtung einer Eizelle steigt.

Viel verwendet wird es ebenfalls im Bereich Anti-Aging. Ein Antioxidans erhält die Zellen gesund und jung, verlängert die Lebensdauer und ist ebenso für den Bindegewebsstoff Kollagen mitverantwortlich.

Besonders effektiv ist die Aufnahme des liposomalen Glutathions in Kombination mit Vitamin C. [4]


Quellenverzeichnis

[1]: https://www.spektrum.de/lexikon/biologie/glutathion/28589

[2]: https://duramental.de/glutathiongehalt-in-lebensmitteln/

[3]: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/31277705/

[4]: https://files.lih.lu/news/Tcells_autoimmunity-DE.pdf

Author

Falls Sie weitere Fragen oder Anregungen zum Thema haben, können Sie mich gern kontaktieren.

  • Dr Jennifer Bülow

    Dr. med. Jennifer Bülow

    Fachärztin für Allgemeinmedizin

    Als studierte Ernährungsberaterin unterstützt Fr. Dr. med. Jennifer Bülow anderen Menschen täglich dabei, ihre Ernährung vitaler zu gestalten und einen gesünderen Lebensstil zu führen. Ihre Vision ist es, ihr großes Wissen um Nahrungsergänzungsmittel und natürliche Heilmittel mit anderen zu teilen und somit mehr Menschen zu neuen Körpergefühl zu verhelfen.

Häufig gestellte Fragen

Hier finden Sie aktuelle Antworten auf häufig gestellte Fragen zum Thema.

Für was ist Glutathion gut?
Glutathion kann vom Körper selbst produziert werden und wird für einige Stoffwechselprozesse benötigt. Es ist ein starkes körpereigenes Antioxidans. Es stärkt das Immunsystem, ist für den Zellschutz verantwortlich und auch an kognitiven Prozessen beteiligt.
Warum liposomales Glutathion?
Liposomale Nahrungsergänzungsmittel sind die effektivste Form, um Glutathion zu supplementieren. Dabei wird der Stoff direkt am Wirkort in die Zellkerne abgegeben und kann dort direkt verstoffwechselt werden. Der Wirkstoff muss nicht zuerst den Verdauungstrakt passieren.
Wie erhöht man Glutathion?
Glutathion wird aus den drei Aminosäuren L-Glycin, L-Cystein sowie Glutaminsäure in der Leber hergestellt. Durch Lebensmittel, die diese Aminosäuren enthalten, kann man den Glutathionspiegel erhöhen. Dazu zählen z. B. Eier, Vollkornprodukte, Brokkoli und Blumenkohl, Avocados und Fisch.