Glutathion
GlutathionDas körpereigene Antioxidans für maximalen Zellschutz

Glutathion – warum wird es das kleine Protein genannt?

Glutathion ist mitsamt seiner gesundheitlichen Bedeutung seit den 1920er Jahren bekannt. Das Antioxidans ist als organische Verbindung in sogenannten Superfoods enthalten. Der oxidative Stress der Zellen steigt, wenn Glutathione fehlen - folglich wirkt sich eine Erhöhung des Glutathionspiegels schützend auf die Zellen aus. Es handelt sich hier um ein Tripeptid aus den Aminosäuren Glutaminsäure, Cystein und Glycin, das mit dem chemischen Kürzel GSH als Nahrungsergänzungsmittel erhältlich ist.

Was ist Glutathion?

Es handelt sich um eine organische Verbindung, die als Antioxidans an zellulären Prozessen beteiligt ist. Das Tripeptid ist genau genommen ein Oligopeptid, das aus drei Aminosäuren besteht:

  • Glutaminsäure

  • Cystein

  • Glycin

Anders als bei einer echten Peptidbindung ist GSH zwischen der Glutaminsäure und dem Cystein über die Gamma-Carboxylgruppe gebunden. Hergestellt wird diese Bindung über die Glutamatcysteinligase. Dies ist der erste Schritt der Glutathion-Biosynthese, durch die Spaltung von ATP zu ADP entsteht dann Gamma-Glutamylcystein. Gamma-Glutamylcystein wird durch Enzyme synthetisiert. Der weiße Feststoff hat eine Schmelztemperatur von etwa 185° C bis 195° C. [1]

Wie wirkt Glutathion?

Aufgrund der chemischen Struktur kann das Glutathion seine Wirkung unterschiedlich entfalten. Die verschiedenen Wirkungen des Antioxidans werden hier nur kurz und in Stichpunkten aufgeführt:

  1. Die Thiolgruppe des Glutathion hat reduzierende Eigenschaften: Das Antioxidans stellt Elektronen zur Verfügung, dabei oxidiert es und GSSG entsteht. Aus der Reaktion geht eine Disulfidbrücke hervor, die zwei Moleküle zu einem Dimer verbindet. Diese Verbindung wird über Enzyme aufgebrochen, Glutathiondisulfid wird in GSH reduziert. Es handelt sich um einen Kreislauf.

  2. In Pflanzen reduziert Glutathion oxidativen Stress, der beispielsweise durch Wasserstoffperoxid ausgelöst wird. Wasserstoffperoxid ist in der Freie-Radikale-Theorie sowie in der Zellalterung wichtig, die Chemikalie beeinflusst die Modulation von Immunreaktionen.

  3. In Pflanzen bilden Glutathione Phytochelatin aus der deaktivierten Thiolgruppe. Phytochelatine binden Schwermetalle und sind für die Entgiftung der Pflanzenzellen zuständig. Studien belegen, dass GSH 5-wertiges Arsen zu 3-wertigem Arsen reduziert und damit die Entgiftung einleitet.

  4. Glutathione sind in tierischen Organismen Puffer für reaktive Komponenten (freie Radikale). Glutathione oxidieren zu GSSG und fungieren in dem Moment als Radikalfänger. Über eine Disulfidbrücke entsteht ein Dimer. Bei Entzündungen und in Stresssituationen zeigt Glutathion diese Wirkung. Es neutralisiert die entstehenden reaktiven Sauerstoffspezies und schützt die Zelle.

  5. Der menschliche Körper nutzt Glutathion als Reserve, wenn er die Aminosäure Cystein benötigt. Ungebundenes Cystein ist sehr reaktionsfreudig und wird schnell umgesetzt. Ist es an GSH gebunden, steht ein Puffer zur Verfügung. Bei der Synthese von Eicosanoiden funktioniert es für die Signalübertragung: Eicosanoide regulieren Blutdruck, Entzündungen und die Schmerzleitung.

  6. Das Antioxidans wird für die Entgiftung eingesetzt: Verschiedene Verbindungen können leichter ausgeschieden werden.

  7. Die Immunabwehr wird gestärkt.

  8. Zellproteine werden zum Schutz vor Stoffwechselstörungen erhalten.

  9. Der Status der Vitamine C und E wird aufrecht erhalten.

Die Glutathionkonzentration ist in Leber, Nieren, Darm und in der Lungengewebsflüssigkeit am höchsten. Dort neutralisiert das Antioxidans über Nahrung und Atemluft aufgenommene toxische Stoffe. Die Schleimhäute des Magen-Darm-Trakts zeigen eine hohe Glutathionkonzentration, hier neutralisiert das Tripeptid Gifte, bevor der Körper sie über den Blutkreislauf aufnimmt. [2]

Wirkung – Biosynthese, L-Glutathion und Nahrungsmittel

Geht es um die Wirkung, ist das Vorkommen wichtig. Der menschliche Körper kann das Tripeptid zwar selbst herstellen, es ist ein nicht-essenzieller Nahrungsbestandteil. Dafür werden aber Glutaminsäure (Alpha-Aminoglutarsäure), Cystein (L-Cystein) und Glycin in ausreichender Menge benötigt. Der Glutathionspiegel kann erhöht werden, indem der Körper die organische Verbindung zugeführt bekommt, oder indem die genannten Bausteine zur Verfügung gestellt werden. Cystein ist in Sonnenblumenkernen, in Vollkornmehlen und Hühnerei in höheren Konzentrationen enthalten, Glutaminsäure findet man in Kuhmilch und Weizenvollkornmehl sowie in Tomatenpüree.

Wer nicht auf die Bausteine setzt, sondern das Tripeptid fertig zusammengebaut zu sich nehmen will, kann Glutathion kaufen oder verschiedene Nahrungsmittel, die es enthalten, zu sich nehmen. Tomaten und Avocado, aber auch Zucchini und Spinat bieten sich an. Als Quellen gelten frisch zubereitetes Fleisch sowie Fisch, Obst und Gemüse (auch gekocht). Eine ausgewogene Ernährung stellt ausreichend Aminosäure für die Bildung zur Verfügung, der Körper ergänzt über die Biosynthese, wenn er das Tripeptid nicht in ausreichender Menge bekommt. Bei Unverträglichkeiten und in Ausnahmesituationen kann der Bedarf erhöht sein. Als Nahrungsergänzungsmittel und als Superfood kann man es in der Form L-Glutathion kaufen. Im Alter sinkt der Glutathionspiegel der Körperzellen, er kann bei einer geschwächten Abwehr auch vorher schon zu niedrig sein.

Industriell verarbeitete Lebensmittel wie Konserven, gepökelte, getrocknete und geräucherte Lebensmittel enthalten das Antioxidans nur noch in geringer Menge. Erhebungen zeigen, dass die heutigen Ernährungsgewohnheiten nur noch eine tägliche Zufuhr von 50 mg bis 60 mg generieren. Der Konsum von verarbeiteten Lebensmitteln kann zu einem Glutathionmangel führen.

Gegen welche Beschwerden hilft Glutathion?

Ein niedriger Glutathionstatus ist ungünstig und sollte immer vermieden werden. Die Glutathionkonzentration der Körperzellen ist besonders dann niedrig, wenn

  • Menschen rauchen, Alkohol trinken, Arzneimittel einnehmen oder rezeptfreie Medikamente nutzen

  • die UV-Strahlung erhöht ist

  • ionisierende Strahlung, Öl-Dämpfe, gesättigte Fette oder Umweltschadstoffe dem Körper zu schaffen machen

  • Adipositas oder Fettsucht besteht

  • Krankheiten wie eine Typ-2-Diabetes, Krebs, Nierenerkrankungen, Parkinson oder Lungenerkrankungen bestehen

  • Menschen altersbedingt unter Grauem Star und Makuladegeneration sowie Herz-Kreislauferkrankungen leiden

  • das Alter steigt, zirka ab dem 45. Lebensjahr. [3]

All diese Erkrankungen, Süchte und altersbedingten Faktoren sorgen dafür, dass der Körper das Tripeptid schneller verbraucht als er es produzieren kann. Die Folge ist vorzeitige Alterung. Um das zu verhindern, sollte die Glutathionkonzentration im Körper über Nahrungsergänzungsmittel erhöht werden. Als ideal gilt eine tägliche Zufuhr von 200 mg bis 300 mg, hochdosierte Präparate von 500 mg oder mehr sind nur in den oben beschriebenen Situationen sinnvoll. Einen Grenzwert gibt es nicht, da in Versuchen bei einer Gabe von bis zu 3.000 mg pro Tag keine unerwünschten Wirkungen beobachtet werden konnten. Der Körper reguliert die Glutathionaufnahme dahingehend, dass er nie mehr aufnimmt als benötigt wird.

Wozu wird Glutathion verwendet?

Glutathion ist ein äußerst wirksames Antioxidans, das für fast alle Funktionen des Körpers unerlässlich ist, darunter:

  • Verbesserung des Immunsystems und auch Hilfe bei der Bekämpfung von Krankheiten

  • Aufhellung und auch Aufhellung der Haut durch Beseitigung von Hyperpigmentierung sowie Verhinderung der Melaninherstellung in den Zellen

  • Senkung von Entzündungen

  • Hilft Ihrem Körper, Fett abzubauen und zu entfernen

  • Ihren Körper davor bewahren, immun gegen Medikamente zu werden

  • Förderung von hoher Energie und geistiger Klarheit

  • Anti-Aging

  • Verbesserung der Top-Qualität der Ruhe und Bekämpfung von Stress durch Ruhe-Apnoe

  • Reinigend sowie oxidative Angst bekämpfend

Gegen vorzeitige Zellalterung

Das Tripeptid schützt als Antioxidans Zellen bei oxidativem Stress vor dem vorzeitigen Zelltod. Abhängig von der Ernährung sollten täglich etwa eine Viertelstunde vor den Mahlzeiten kleinere Dosen des Antioxidans eingenommen werden, so dass eine Tagesgesamtdosis von etwa 300 mg erreicht wird. Wichtig ist, dass bei den Mahlzeiten frisches Obst und Gemüse konsumiert wird. Denn L-Glutathion kann im Körper im Verbund mit den Vitaminen C und E sowie Zink und Selen besser wirken. [4]

Glutathion zeigt eine entgiftende Wirkung

Glutathion ist ebenfalls ein Entgiftungsmittel. Es ist verantwortlich für die Bindung an und auch die Konjugation von vielen Giften in unserer Leber. Forschungsstudien legen nahe, dass die Konjugation ein Prozess in der Leber ist, bei dem Enzyme wie Glutathion dabei helfen, fremde Substanzen, wie z. B. Medikamente, besser löslich zu machen und auch bequem über die Nieren auszuscheiden. [5]

Schutz vor rheumatoider Arthritis

Das Antioxidans ist kein Heilmittel und kann eine bestehende Erkrankung nicht therapieren. Forschungen und Studien legen nahe, dass ein Glutathionmangel im fortschreitenden Alter die Entstehung von rheumatoider Arthritis begünstigt. Um dem Mangel vorzubeugen reicht die Gabe von 200 mg bis 300 mg täglich aus. Das Antioxidans sollte über den Tag verteilt in kleinen Dosen etwa eine Viertelstunde vor den Mahlzeiten eingenommen werden.

Als Schutz vor einer Typ-2-Diabetes

Oxidativer Stress lässt die für die Herstellung von Insulin zuständigen Zellen der Bauchspeicheldrüse vorzeitig ihre Funktion einstellen. Bei hoher Glutathionkonzentration in den Zellen ist der oxidative Stress jedoch geringer. Daher liegt eine vorbeugende Wirkung des Tripeptids nahe. Bei prophylaktischen Gaben reichen Tagesgesamtmengen von 200 mg bis 300 mg aus, solange keine Adipositas, starker Tabakkonsum, Alkoholkonsum oder bekannte Vorerkrankungen bestehen. Wichtig: Eine ausgewogene Ernährung mit frisch zubereiteten Nahrungsmitteln ist durch nichts zu ersetzen. Glutathion kaufen und als Nahrungsergänzungsmittel einsetzen ist keine Alternative, sondern eine Ergänzung.

Zur Stärkung des Immunsystems

Die roten Blutkörper transportieren Sauerstoff zu allen Zellen des Körpers. Schwefelhaltige Proteine der Membranhülle dieser Blutkörper sind anfällig für Zerfall bei oxidativem Stress. Davor schützt Glutathion, die Wirkung des Tripeptids betrifft zusätzlich andere Teile des Immunsystems: Es stärkt die Reproduktion von Lymphozyten und deren Aktivierung. Diese zu den weißen Blutkörperchen gehörenden Zellen fungieren als das Gedächtnis des Immunsystems. Die Immunabwehr profitiert von einem ausreichend hohen Glutathionspiegel, der konstant ist. Eine genaue Empfehlung zur Einnahme von L-Glutathion als Nahrungsergänzungsmittel gibt es nicht, denn die Einnahme und tägliche Dosis hängt von den Ernährungsgewohnheiten ab.

Bei schlechter Spermienqualität

Glutathionmangel wird mit einer verminderten Qualität des männlichen Spermiums in Verbindung gebracht. Der Grund liegt in oxidativem Stress, der Erbmaterial und Samenzellen schädigt. Besteht ein unerfüllter Kinderwunsch, wird Männern die Glutathioneinnahme empfohlen. Gleichzeitig sollten die Antioxidantien L-Carnitin, L-Arginin, das Co-Enzym Q10 und Vitamin D zugeführt werden. Die jeweilige Dosierung sollte mit einem fachlich kompetenten Mediziner oder einer Medizinerin im individuellen Fall festgelegt werden. Denn hier spielen die Lebensumstände und Gewohnheiten eine wichtige Rolle. [6]

Glutathion ist ein Antioxidans, das helfen kann, oxidative Schäden zu bekämpfen

Die größten gesundheitlichen Vorteile von Glutathion ergeben sich unbestreitbar aus seinen antioxidativen Wirkeigenschaften. Oxidativer Stress und Angst, die stattfindet, wenn sich das Gleichgewicht von kostenfreien Radikalen und auch Antioxidantien für völlig freie Radikale ändert, kann Zellschäden verursachen, laut dem National Cancer Institute. Forschungsstudien zeigen, dass dieser Vorgang mit Krebs, Autoimmunerkrankungen, Katarakten, rheumatischen Gelenkentzündungen, kardio- sowie neurodegenerativen Erkrankungen und auch schnellerer Alterung in Verbindung steht. [7]

Zum Beispiel ist der Glutathion-Spiegel bei Personen mit Parkinson einer neurodegenerativen Störung, die die Bewegung beeinträchtigt, vermindert. Dieses Wissen hat genau die Forschung stimuliert, ob Ergänzungen mit den Symptomen der Krankheit helfen können, wie eine kleine, doppelblinde, placebokontrollierte Studie im Journal of Parkinson’s Illness im Mai 2017 untersucht. [8]

Die Ergebnisse der Forschungsstudie, in der Menschen mit Parkinson dreimal täglich über drei Monate intranasales Glutathion angeboten wurde, sahen, dass sich ihre Anzeichen während des Tests verbesserten, aber nicht größer als die in der Placebo-Gruppe gezeigt wurden.

8 Jahre zuvor wurden in der Zeitschrift Motion Disorders die Ergebnisse einer randomisierten, placebokontrollierten, doppelblinden Pilotstudie mit Parkinson-Patienten veröffentlicht, denen Glutathion intravenös verabreicht wurde, was „die Möglichkeit eines leichten symptomatischen Ergebnisses ergab.“

Gibt es irgendwelche Nebenwirkungen der Glutathion-Behandlung?

Zahlreiche Untersuchungen haben die langfristige Einnahme von Glutathion-Präparaten mit reduzierten Zink-Graden in Verbindung gebracht, und Patienten, die den Nährstoff oral einnehmen, haben über Verdauungsbeschwerden berichtet, die aus Bauchschmerzen und Blähungen bestehen. Die intravenöse Glutathion-Infusion umgeht den Magen-Darm-Trakt vollständig und liefert das Haupt-Antioxidans direkt an Ihre Zellen. Die überwiegende Mehrheit der Personen, die eine Glutathion-Therapie erhalten, haben keinerlei negative Auswirkungen. Wenn Sie schwanger sind oder stillen, ist es am besten, vor der Einnahme mit Ihrem Arzt zu sprechen.

Wie wird Glutathion eingenommen bzw. wie verwendet/dosiert man es?

Bei Glutathionmangel sollte zuerst festgestellt werden, wodurch der Mangel ausgelöst wird. Vorerkrankungen, physische und psychische Belastungen sollten mit fachlichem Rat und den geeigneten Therapien angegangen werden. In Kapselform, als Tabletten oder in flüssiger Form entfaltet Glutathion seine Wirkung jeweils am besten, wenn es zusammen mit anderen Antioxidantien und den Vitaminen A, C, D und E sowie Selen und Zink eingenommen wird.

Das kann in Form von natürlichen Nahrungsmitteln passieren, aber es ist auch möglich, die Vitamine und Spurenelemente zusammen mit Glutathion zu kaufen. Das Tripeptid selbst ist in der Dosierung nicht kompliziert, bislang wurden auch bei extrem hohen Tagesmengen keine negativen Auswirkungen festgestellt. Bei den empfohlenen begleitenden Vitaminen und Spurenelementen ist das zum Teil anders. Daher empfiehlt sich die Einnahme separater, unter medizinischer Aufsicht aufeinander abgestimmter Einzelpräparate. Alternativ kann das Antioxidans kurz vor den Mahlzeiten eingenommen werden. Der Körper ist sogar in der Lage, die drei Aminosäuren Cystein, Glutaminsäure und Glycin selbst in einem enzymatischen Prozess zusammenzusetzen. Glutathionmangel ist daher nicht nur ein Mangel an dem Tripeptid selbst, sondern auch ein Mangel an den einzelnen Bausteinen des Moleküls. [9]

Abhängig davon, in welcher Form und Dosierung Sie Glutathion kaufen, variiert auch die Dosierung und die Einnahme. Die Angaben des Herstellers sollten befolgt werden, solange der behandelnde Mediziner oder die behandelnde Medizinerin keine anderen Vorgaben macht. Es handelt sich bei dem Tripeptid nicht um ein Heilmittel oder ein Arzneimittel, sondern um eine Substanz, die natürlicherweise in jeder Zelle des menschlichen Körpers vorkommt. Das Tripeptid hat keine arzneiliche Wirkung, sondern kann als Nahrungsergänzungsmittel andere Therapien unterstützen.

Glutathion kann oral in seiner einfachen Pulverform eingenommen werden. Jedoch spaltet der Stoffwechsel des Pulvers Glutathion direkt in die 3 Aminosäuren, aus denen es besteht (Glycin, Glutamin und Cystein).

Dieser Spaltungsprozess des Verdauungssystems ist so zuverlässig, dass fast das gesamte einfache Glutathion, das Sie sicherlich über den Mund einnehmen würden, niemals in den Blutkreislauf gelangen würde.

Eine bessere Alternative zur oralen Einnahme ist die Einnahme von liposomalem Glutathion auf nüchternen Magen.

Liposomen sind winzige Kugeln mit einer energetischen Komponente wie Glutathion in der Einrichtung der Kugel enthalten. Randomisierte Studien zeigen, dass liposomale Formulierungen den GSH-Grad und die Absorption erhöhen. [10] Um liposomales Glutathion zu verwenden, beginnen Sie mit 500 Milligramm und steigern Sie auf 1.000 bis 2.000 Milligramm pro Tag. Stellen Sie sicher, dass Sie 45 Minuten warten, bevor Sie essen oder Alkohol konsumieren oder verschiedene andere Ergänzungen einnehmen, um die Absorption von liposomalem Glutathion zu ermöglichen.

Glutathion kann auch in einer inhalativen Form eingenommen werden, die als Vernebler bezeichnet wird. Ein Arzt müsste Ihnen für diese Art sicherlich ein Rezept ausstellen.

Darüber hinaus können Sie gezielt Nährstoffe einsetzen, um die körpereigene Herstellung von Glutathion indirekt zu steigern. Dazu gehören Selen, Vitamin E, Alpha-Liponsäure, NAC, sowie SAMe.

Glutathion ist ein natürliches Ergänzungsmittel, das zur Behandlung von männlicher Empfängnisunfähigkeit (intramuskuläre Anwendung), Plaque-Ablagerungen in den Arterien (Atherosklerose [intravenöse, orale Anwendung], Krebserkrankungen, Chemotherapie (intramuskuläre, intravenöse Anwendung), Immunstimulanz, Lebererkrankungen, Lungenerkrankungen (eingeatmete Anwendung), Amnesie und Parkinson-Krankheit (intravenöse, orale Anwendung) eingesetzt werden kann.

Glutathion ist möglicherweise zuverlässig bei der Strahlenbehandlung. [11]

Glutathion wird unter folgenden verschiedenen Markennamen angeboten: Gamma-L-Glutamyl-L-Cysteinylglycin, GSH, L-Glutathion, N-( N-L-Gamma-Glutamyl-L-Cysteinyl) Glycin.

Dosierungen von Glutathion

Dosisbetrachtungen – muss wie folgt bereitgestellt werden:

Bestrahlungsbehandlung ergänzen

  • 600 mg/Tag intramuskulär an den Tagen 2-5 der Chemotherapie

  • 1,5 g/m2 intravenös vor der Chemotherapie

Männliche Zeugungsunfähigkeit

  • 600 mg intramuskulär jeden zweiten Tag für 2 Monate

Oral

  • 250 mg durch den Mund einmal täglich

  • Dosisbereich: 50-600 mg/Tag

Eingeatmet

  • 600 mg durch Vernebler zweimal täglich

Welche Vorkommen von Glutathion gibt es in der Nahrung?

Glutathion bzw. seine Bausteine finden sich in Fleisch sowie Milchprodukten, aber auch in einigen Gemüsesorten. Wenn Sie den Glutathion-Grad in Ihrem Körper erhöhen wollen, sollten Sie sich für Lebensmittel entscheiden, die einen hohen Anteil an Vorläufernährstoffen haben, die bei der Bildung von Glutathion helfen, wie zum Beispiel N-Acetylcystein, eine schwefelhaltige Aminosäure. Wenn wir über Nahrungsquellen sprechen, sprechen wir über Kreuzblütler-Gemüse oder schwefelhaltige Lebensmittel wie Knoblauch oder Zwiebeln. Diese haben eine Menge der Grundlage. Brokkoli, Blumenkohl, Kohl sowie Rosenkohl sind Beispiele für Kreuzblütler-Gemüse. Andere Lebensmittel, die reich an Glutathion oder dessen Vorstufen sind, sind Spargel, Kartoffeln, Paprika, Karotten, Avocados, Kürbis, Spinat und Melonen.

Fazit: Warum ist Glutathion so gesund?

Das komplexe Tripeptid mit der außergewöhnlichen Erscheinungsform macht freie Radikale unschädlich, vermindert den oxidativen Stress für Zellen und schützt vor vorzeitigem Zelltod. Es bremst die Alterung der Körperzellen ab und wirkt insbesondere dort, wo durch Nahrung und Umwelteinflüsse Schadstoffe in den Körper gelangen. Die Konzentration ist insbesondere in den Schleimhäuten des Verdauungstrakts und in der Lungengewebsflüssigkeit sehr hoch. Die Wirkung basiert darauf, dass das Molekül in reduzierter Form vorliegt und Elektronen aufnehmen kann. Das Nahrungsergänzungsmittel wird vom Körper besser aufgenommenen, wenn es in liposomaler Form eingenommen wird. [12]

Als körpereigenes Antioxidans wird das Tripeptid in allen Körperzellen benötigt und das Glutathion mit seiner Wirkung gegen oxidativen Stress sorgt für den Aufrechterhält der Funktionen der einzelnen Körperzellen. Viele Herz-Kreislauf-Erkrankungen, aber auch die Typ-2-Diabetes und Autoimmunerkrankungen, die insbesondere im Alter auftreten, sind darauf zurückzuführen, dass Körperzellen ihre Funktion nicht mehr ausreichend erfüllen oder absterben. Wird die Glutathionkonzentration in den Körperzellen erhöht, können diese Alterserscheinungen bis zu einem gewissen Grad verlangsamt oder aufgehalten werden. Eine ausreichende Versorgung beeinflusst folglich alle Stoffwechselprozesse des Körpers positiv. Das reicht von einer Stärkung der Immunabwehr bis hin zu einer Erhöhung der Spermienqualität bei Männern. [13]

Vor allem Menschen in belastenden Situationen sollten Glutathion kaufen. Raucher, Menschen mit erhöhtem Alkoholkonsum, im Alter ab 45 Jahren sowie alle mit einer Herz-Kreislauf-Erkrankung profitieren von dem Tripeptid.


Quellenverzeichnis

[1]: https://flexikon.doccheck.com/de/Glutathion

[2]: https://duramental.de/was-sie-ueber-glutathion-wissen-sollten/

[3]: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/31279671/

[4]: https://de.wikipedia.org/wiki/Glutathion

[5]: https://www.jbc.org/article/S0021-9258(17)45272-0/fulltext

[6]: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/31278718/

[7]: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3614697/

[8]: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5438472/

[9]: https://www.spektrum.de/lexikon/biologie/glutathion/28589

[10]: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/24791752/

[11]: https://pubchem.ncbi.nlm.nih.gov/compound/glutathione#section=Top

[12]: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/31277705/

[13]: https://files.lih.lu/news/Tcells_autoimmunity-DE.pdf

Author

Falls Sie weitere Fragen oder Anregungen zum Thema haben, können Sie mich gern kontaktieren.

  • Dr Jennifer Bülow

    Dr. med. Jennifer Bülow

    Fachärztin für Allgemeinmedizin

    Als studierte Ernährungsberaterin unterstützt Fr. Dr. med. Jennifer Bülow anderen Menschen täglich dabei, ihre Ernährung vitaler zu gestalten und einen gesünderen Lebensstil zu führen. Ihre Vision ist es, ihr großes Wissen um Nahrungsergänzungsmittel und natürliche Heilmittel mit anderen zu teilen und somit mehr Menschen zu neuen Körpergefühl zu verhelfen.

Häufig gestellte Fragen

Hier finden Sie aktuelle Antworten auf häufig gestellte Fragen zum Thema.

Was ist Glutathion?
Glutathion ist eine Aminosäure-Verbindung, die natürlich in Zellen im ganzen Körper vorhanden ist. Cystein, Glutaminsäure und Glycin sind die 3 Aminosäuren, die es ausmachen. Glutathion fungiert als Antioxidans, schützt vor sowie verzögert Zellschäden; zusammen mit anderen Stoffen innerhalb der Leber. Es ist zusätzlich wichtig für die Gesundheit des Immunsystems des Körpers sowie die Regelung der Zellentwicklung.
Welche Nahrungsmittel enthalten Glutathion?
Für die Herstellung von Glutathion braucht der Körper Cystein, Glutaminsäure und Glycin. Cystein findet sich vor allem in Sonnenblumenkernen, Vollkornprodukten sowie Eiern. Glutaminsäure ist in Kuhmilch oder Tomaten enthalten. Als weitere Quellen gelten Fisch, Gemüse, wie Spinat, Zucchini und Avocados, und frisch zubereitetes Fleisch.
Was bewirkt Glutathion?
Als körpereigenes Antioxidans ist Glutathion für die meisten Körperfunktionen und vor allem für den Zellschutz von Bedeutung. Daher ist es vor allem bei Entzündungen und in äußerst stressigen Lebensphasen wichtig, dass unser Körper genügend Glutathione bilden kann. Zudem spielt es eine wichtige Rolle für die Stärkung der Immunabwehr und bei Entgiftungsprozessen.