teufelskralle
TeufelskralleDie vielseitige Heilpflanze Afrikas mit schmerzlinderndem Wirkstoff

Teufelskralle – Hilfe bei Schmerzen & Verdauungsbeschwerden?

Erkrankungen wie Arthrose und Rheuma sind meist schmerzhaft und langwierig zu behandeln. Allerdings wachsen im großen Garten der Natur die Afrikanischen Teufelskrallen, deren Wurzel gern als Therapeutikum genutzt werden. Diese bekannte Heilpflanze wirkt auf verschiedenen Ebenen sowohl gegen die Schmerzen im Körper wie sie auch die Entzündungsprozesse im Körper selbst unterbindet. Zusätzlich kann sie hilfreich gegen Kopfschmerzen, Neuralgien oder Magenbeschwerden sein. Wer die Teufelskralle beim Hund anwendet, wird ähnlich gute Ergebnisse wie beim Menschen erzielen. Die Teufelskralle kann Erfahrungen der positiven Art in vielen Anwendungsbereichen vorweisen. Im Gegensatz zu vielen anderen Heilpflanzen können Teufelskrallen aus den Steppengebieten in Afrika sowohl innerlich wie auch äußerlich angewendet werden. Diese vielseitige Arzneipflanze wird in verschiedenen Formen wie Filmtabletten, als Tee, Salbe oder Gel eingesetzt und entfaltet bei regelmäßiger Anwendung die optimale Wirkung. Die Höhe der Einnahmedosis hängt von der Art und Schwere der jeweiligen Erkrankung ab, wobei einem der Hausarzt oder ein Heilpraktiker für die individuelle Dosierung Ratschläge geben kann.

Was ist Teufelskralle?

Die Afrikanische Teufelskralle (Harpagophytum procumbens) ist im Gegensatz zu der in Europa vorkommenden Teufelskralle (Phyteuma) eine anerkannte Heilpflanze, die vorrangig in den Savannengebieten in Botswana, Simbabwe, Namibia und Südafrika vorkommt.

Von der Pflanze werden die Wurzeln verwendet, die eine schmerzlindernde Wirkung haben und deswegen gern bei Arthrose oder einen Hexenschuss verwendet werden. [1] Da die Pflanze selbst bitter schmeckt, kann sie auch bei leichten Problemen mit dem Magen-Darmtrakt wie Völlegefühl oder zur Appetitanregung angewendet werden.

Die Wurzel enthält mehrere Iridoid-Glycoside und kann für verschiedene körperliche Schmerzen eingesetzt werden, die meist die Bewegungsfähigkeiten des Patienten einschränken.

Die Wirkungsweise der Teufelskralle wurde bereits in diversen Studien in den 80er Jahren des vergangenen Jahrhunderts überprüft und nachgewiesen, weshalb die Anwendung im medizinischen Bereich als gerechtfertigt angesehen wird. Es gibt die Teufelskralle als Salbe oder als Kapseln zur oralen Einnahme.

Wie wirkt Teufelskralle?

Das medizinisch wirksame Harpagophytum enthält folgende Inhaltsstoffe:

  • Harpagosid

  • Harpagid

  • Procumbid

  • Phytosterin

  • Phenylpropanoide

  • Acteosid

  • Triterpene

  • Flavonoide

  • ungesättigte Fettsäuren

  • Chlorogensäure

  • Zimtsäure

Aufgrund dieser Inhaltsstoffe ist die Wirkung abschwellend und stillt leichte Schmerzen, wobei Entzündungen eingedämmt werden. Daher eignet sich die Heilpflanze für verschiedene Anwendungsbereiche für den Menschen wie auch für Tiere gleichermaßen.

So kann die Teufelskralle beim Pferd auch die Bewegungsfähigkeit wieder herstellen wie sie auch beim Hund die Mobilität verbessern kann. Die Menschen verwenden dieses Heilmittel gern für Gelenkschmerzen und bei Arthrose, wobei sie gute Dienste leistet. [2]

Ihre enthaltenen Bitterstoffe lassen allerdings auch eine Anwendung zu, wenn der Magen überlastet ist und sich ein Völlegefühl einstellt. Hier wirken die Iridoide, die Zimtsäure wie auch Procumbid, die eine eindrucksvolle Wirkungsweise aufweisen, die auch durch mehrere Studien belegt sind.

Leider ist es den Forschern bisher nicht gelungen genau zu klären, wie diese komplexe Wirkung zustande kommt. Gesichert ist jedoch die Heilwirkung bei auftretenden Rückenschmerzen, Verschleiß-Erkrankungen oder Entzündungsprozessen im Muskelgewebe oder in den Gelenken.

Da die Teufelskralle Salbe eine zuverlässige Wirkung zeigt, wird sie auch bei Tieren eingesetzt. Es gibt kaum Nebenwirkung und die Erfahrungen fallen oft positiv aus. Als Schmerzmittel bewährt sich Teufelskralle in Kapseln, da ihre Wirkstoffe wie Zykotine und Leukotriene die Produktion der Botenstoffe unterbinden, die für die Schmerzübermittlung zuständig sind.

Diese Botenstoffe sind allerdings auch für die Schädigung von Knorpelgewebe zuständig, weshalb die Heilpflanze auch die Gelenke schont und den Verschleiß mildert. Versuche haben jedoch gezeigt, dass die Pflanze in ihrer Gesamtheit wirksamer ist als isolierte Inhaltsstoffe.

Leider ist es bisher nicht gelungen, die Pflanze an einem anderen Ort als in ihrer angestammten Heimat zu züchten.

Die große Nachfrage führt zudem in den Herkunftsländern zu einem Raubbau, weshalb der Bestand der Pflanze fortschreitend gefährdet ist. Inzwischen gehen die Menschen dazu über, bei der Ernte die Hauptwurzel stehen zu lassen und nur die Nebenwurzeln zu entnehmen, um die Pflanze selbst nicht zu gefährden.

Gegen welche Beschwerden hilft Teufelskralle?

Die Afrikanische Teufelskralle ist eine Heilpflanze, deren Heilwirkung nicht auf einem bestimmten Wirkstoff beruht, sondern sie enthält verschiedene aktive Phytosubstanzen, die eine ganz unterschiedliche Wirkung auf den Körper haben. [3]

Daher ist diese Arznei auch bei so vielen Symptomen anwendbar. Zudem kommt noch, dass Forscher inzwischen erkannt haben, dass die Pflanze in ihrer komplexen Zusammensetzung eine intensivere Heilwirkung aufweist, als würde nur ein Wirkstoff entnommen und zur Anwendung gebracht.

Bei Schmerzen

  • Linderung leichter Gelenkschmerzen: In diesem Fall sollte täglich eine Tablette genommen werden, bis die Beschwerden nachlassen.

  • Geburtsschmerzen: Eine Einnahme sollte nur in Absprache mit dem behandelnden Gynäkologen erfolgen, der eine Empfehlung für die individuelle Dosierung aussprechen kann.

  • Gelenkschmerzen bei Morbus Crohn: Es empfiehlt sich eine Einnahme von 1 bis 3 Tabletten täglich, wobei die maximale Dosierung von 4,5 Gramm pro Tag einzuhalten ist

  • Hexenschuss: Die Einnahme von 1 bis 3 Tabletten täglich ist anzuraten, wobei der betroffene Bereich auch mit Salbe bis zu dreimal täglich eingerieben werden kann.

  • Kopfschmerzen: 1 bis 3 Tabletten mit einer Höchstdosierung von 4,5 Gramm täglich sind empfehlenswert.

  • Kreuzschmerzen bei Spondylose: Für die Behandlung können 1 bis 3 Kapseln pro Tag angewendet werden.

Bei Entzündungen

  • Neuralgien: Die höchste Dosierung von 1 bis 3 Tabletten am Tag sollte nicht überschritten werden.

  • Polyarthritis: Hierfür empfiehlt sich die Einnahme von 1-3 Tabletten täglich, wobei die Salbe ebenfalls auf die betroffenen Bereiche aufgetragen wird. Wird ein Tee für die Wirkung verwendet, sollte die Tasse höchsten 1,5 Gramm Teufelskrallen Extrakt enthalten. [4]

  • Sehnenscheidenentzündung: Hierbei empfiehlt sich die betroffenen Stellen mit der Salbe mehrmals täglich zu behandeln, wobei sie dünn aufzutragen ist. Eine kräftige Massage ist kontraproduktiv und die betroffenen Körperteile sollten ruhig gestellt werden.

  • Weichteilrheumatismus: Eine Behandlung kann in Form von 1 bis 3 Tabletten täglich erfolgen, wobei alternativ ein Tee zur Verfügung steht. Hier gilt eine Dosis von 1,5 Gramm pro Tasse als ideal.

  • Wunden, Geschwüren und Furunkel: Diese Symptome profitieren von einer Einnahme von 1 bis 3 Kapseln pro Tag, wobei eine Gesamtdosis von 4,5 Gramm einzuhalten ist.

Wie wird Teufelskralle eingenommen bzw. wie verwendet / dosiert man es?

Die Wurzel wird in verschiedenen Formen auf dem Markt angeboten, weil sie für ganz unterschiedliche Krankheitsbilder und Symptome anwendbar ist. Sie gehört zu den wenigen Heilpflanzen, die sowohl innerlich wie auch äußerlich ihre eigene Wirkung entfalten.

Bei komplexen Beschwerden kann es sogar nötig sein, die Teufelskrallenprodukte in verschiedenen Formen anzuwenden, um das beste Ergebnis zu erzielen. Sie ist äußerlich in Form von Gels, Salben oder Cremes anwendbar und in Salbenform ist diese Arzneipflanze auch den meisten Patienten bekannt.

Allerdings gibt es für die innerliche Anwendung noch Brausetabletten, Tabletten, Tropfen wie auch Kapseln als Angebote zum Einnehmen. Wer möchte, kann sich aus dem Wurzelextrakt auch einen gesundheitsfördernden Tee aufbrühen.

Einige Fachleute haben auch Verfahren entwickelt, bei denen die Teufelskralleninjektionen ihre Wirkung erzielt, indem es subkutan unter die Haut gespritzt wird.

Auch die Anwendung der Teufelskralle beim Hund bedarf besonderer Maßnahmen, wenn die Anwendung in Form von Salben oder Gels aufgetragen wird. Hunde neigen dazu, Cremes wie Salben einfach abzulecken.

Dagegen ist sie beim Pferd in Salbenform leicht auf die Beine aufzutragen. Die Injektions-Behandlung sollte Erfahrungen und Ausbildungen im medizinischen Bereich als Grundlage voraussetzen.

Tierische Patienten reagieren meist sehr gut auf die Behandlung mit pflanzlichen Arzneimitteln wie der afrikanischen Teufelskralle, weil sie keinen Placebo-Effekt erwarten können. Aber auch bei den Vierbeinern gilt wie bei den Menschen, dass die Salben oder Cremes immer nur dünn aufgetragen werden sollten.

Bei ihnen funktioniert das Motto "Viel hilft viel." nicht, sondern erweist sich sogar als kontraproduktiv, indem eine Überdosierung eher schädlich als nützlich ist.

Um das Ablecken zu verhindern, muss der Hund einen medizinischen Halskragen tragen. Die Teufelskralle beim Pferd dünn aufzutragen, ist dagegen weitaus einfacher und die Wirkung kann durch eine Bandage meist noch unterstützt werden. [5]

Die Wirkung zeigt sich bei der innerlichen Anwendung meist nicht so spontan wie bei den Heilsalben oder Cremes. Trotzdem tritt die Wirkung von Harpagophytum meist umgehend ein, wenn es als Kapsel eingenommen wird.

Während bei der oralen Einnahme beim Menschen die maximale Dosis pro Tag bei 4,5 Gramm des Extraktes liegt, müssen bei Pferden und Hunden andere Werte angesetzt werden, die sich aus der Größe und dem Gewicht des jeweiligen Tieres ergeben.

Fazit: Warum ist Teufelskralle so gesund?

Diese Heilpflanze hat recht schnell ihre Wirkungsweise auf den Organismus unter Beweis gestellt und die afrikanische Teufelskralle bietet Erfahrungen mit Heilpflanzen, die einzigartig in dieser Weise sind. Produkte aus der Natur wirken in vielen Fällen besser auf den Körper als Arzneimittel, die in einem Labor künstlich entwickelt wurden.

Das liegt vor allem an der komplexen Wirkungsweise verschiedener Inhaltsstoffe. Bei einem im Labor entwickelten Arzneimittel wird ein Wirkstoff verwendet, der zum Tragen kommt. Aber in einer Pflanze gibt es unzählige Wirkstoffe, die gerade in dieser Kombination ihre Wirkung optimal entfalten können.

Das lässt sich vom Menschen kaum nachmachen oder sogar übertreffen.

Die afrikanischen Teufelskrallenwurzel verfügt ebenfalls über eine umfangreiche Sammlung an unterschiedlichen Substanzen, die sogar für ganz unterschiedliche Leiden genutzt werden kann.

Sie hilft bei Arthritis, Rheuma und Arthrose gleichermaßen, erweist sich aber aufgrund ihrer Bitterstoffe auch als probate Lösung, wenn ein lästiges Völlegefühl nach einer schweren Mahlzeit eintritt.

Für die Gesundheit weist diese nützliche Heilpflanze eigentlich nur Vorteile auf, denn Nebenwirkungen durch dieses Arzneimittel sind so gut wie unbekannt und treten auch sehr selten auf.

Die Savannenpflanze scheint sich in einer Kulturzucht nicht sehr wohl zu fühlen, weshalb die künstliche Aufzucht von Harpagophytum als ebenso teuer wie schwierig gilt. Aus diesem Grund muss mit den vorhandenen Beständen äußerst verantwortungsvoll umgegangen werden.

Bisher sind alle Versuche gescheitert, diese Pflanze in einem professionellen Garten zu kultivieren. Obgleich diese ausgezeichnete Heilpflanze weltweit begehrt ist, können nur wenige Staaten überhaupt ein Vorkommen der afrikanischen Teufelskrallen vermelden. [6]

Sie steht seit einiger Zeit auf der Liste der besonders schützenswerten Arzneipflanzen.

Wer sich für eine Einnahme der afrikanischen Teufelskrallenwurzel entscheidet, kann damit auch kurzfristig einige Symptome wie Kopfschmerzen oder auch Übelkeit unterbinden. Aber am häufigsten wird diese Heilpflanze in Salben oder Creme angewendet, weil sie die Entzündung und den Schmerz bekämpft.


Quellenverzeichnis

[1]: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/31273865/

[2]: https://arzneipflanzenlexikon.info/teufelskralle.php

[3]: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/28355406/

[4]: https://www.pharmawiki.ch/wiki/index.php?wiki=Teufelskralle

[5]: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/27429708/

[6]: https://www.meine-gesundheit.de/medizin/heilpflanzen/teufelskralle

Author

Falls Sie weitere Fragen oder Anregungen zum Thema haben, können Sie mich gern kontaktieren.

  • Dr Jennifer Bülow

    Dr. med. Jennifer Bülow

    Fachärztin für Allgemeinmedizin

    Als studierte Ernährungsberaterin unterstützt Fr. Dr. med. Jennifer Bülow anderen Menschen täglich dabei, ihre Ernährung vitaler zu gestalten und einen gesünderen Lebensstil zu führen. Ihre Vision ist es, ihr großes Wissen um Nahrungsergänzungsmittel und natürliche Heilmittel mit anderen zu teilen und somit mehr Menschen zu neuen Körpergefühl zu verhelfen.

Häufig gestellte Fragen

Hier finden Sie aktuelle Antworten auf häufig gestellte Fragen zum Thema.

Wann wendet man Teufelskralle an?
Die Wurzeln der afrikanischen Teufelskralle sollen aufgrund ihrer Inhaltsstoffe eine schmerzlindernde Wirkung haben und Entzündungsprozesse unterbinden. Bekannt ist die Verwendung bei rheumatischen Krankheiten und Arthrose. Wegen der enthaltenen Bitterstoffe wird Teufelskralle auch bei Magen-Darm-Problemen wie Verstopfungen verwendet.
Wie kann man Teufelskralle am besten anwenden?
Teufelskralle bzw. der Extrakt aus den Wurzeln kann innerlich und äußerlich angewendet werden. Für die innere Einnahme eignen sich Kapseln oder Filmtabletten. Aus dem Pulver der getrockneten Wurzel lässt sich Tee herstellen. Für die äußere Anwendung bei Gelenkbeschwerden empfehlen sich zudem Salben und Cremes mit dem Extrakt.
Wann setzt die Wirkung von Teufelskralle ein?
Teufelskralle kann über einen längeren Zeitraum eingenommen werden. Bei regelmäßiger Anwendung setzt die volle Wirkung nach wenigen Wochen ein. Bei Salben tritt die Wirkung oft umgehend ein.