Effektive Mikroorganismen (EM) Salz

Effektive Mikroorganismen tauchen immer wieder im Zusammenhang mit der menschlichen Darmgesundheit auf. Doch was sind effektive Mikroorganismen überhaupt? Wie wirken diese und lässt sich damit sogar Fettleibigkeit vorbeugen? Der folgende Ratgeber gibt Antworten auf diese und weitere Fragen.

Inhaltsverzeichnis:

  • Effektive Mikroorganismen: Was ist das?
  • Wie wirken die effektiven Mikroorganismen?
  • Können EM sogar Fettleibigkeit verhindern?
  • Welchen Einfluss haben Lebensmittel auf die Darmgesundheit?
  • Wie kommen die Mikroorganismen eigentlich in den Darm?
  • Worauf muss ich bei der Auswahl achten?

 

Effektive Mikroorganismen: Was ist das?

Die effektiven Mikroorganismen finden sich in Nahrungsergänzungsmitteln wie zum Beispiel in den Produkten von Multikraft. Die Hauptbestandteile beziehen sich auf Probiotika und Präbiotika. Dabei handelt es sich um lebendige Mikroorganismen, welche dazu dienen die Darmflora wieder aufzubauen. Immer mehr Menschen setzen auf die unterstützende Wirkung der wichtigen Darmbakterien, weshalb der Wunsch nach entsprechenden Nahrungsergänzungsmitteln immer lauter wurde. Die Hersteller haben entsprechend reagiert und passende Produkte auf den Markt geworfen. Doch können diese tatsächlich helfen, einen geschädigten Darm wieder zu reparieren oder das eingeschränkte Darm-Milieu zu erweitern?

Wie wirken die effektiven Mikroorganismen?

Die optimale Darmgesundheit erzielen wir ausschließlich mit der Anwesenheit von entsprechenden Bakterien, welche sich in unserem Darm pudelwohl fühlen und dort auch hingehören. Sie übernehmen wichtige Funktionen, wie zum Beispiel das Abbauen von unverdauten Nahrungsbestandteilen:

  • Proteine
  • Fette
  • Kohlenhydrate

Sie werden auch als Laktobakterien bezeichnet, weil die Darmsiedler Milchsäure produzieren. Dies geschieht, indem Kohlenhydrate fermentiert werden und stellt einen wichtigen Prozess im Rahmen der Gesunderhaltung des Darmes dar.

Können EM sogar Fettleibigkeit verhindern?

Wie in anderen Bereichen auch, sind die Forscher seit Jahren mit dem Thema Darmgesundheit beschäftigt, weshalb unzählige Studien dazu durchgeführt wurden. Dabei haben die Forscher eine Verbindung zwischen dem Körpergewicht der Probanden und den in ihrem Darm lebenden Bakterien herstellen können. Leider befindet sich die Forschungsentwicklung noch im Frühstadium, weshalb die Aussagen noch sehr allgemein gehalten sind. Mit Sicherheit kann man bis jetzt nur sagen, dass es Unterschiede in der Zusammensetzung der Darmbakterien zwischen schlanken und übergewichtigen Menschen gibt. Aus diesen Studien geht ebenfalls hervor, dass sich die Darmflora sowohl bei der Gewichtszunahme, als auch beim Gewichtsverlust verändert.

Welchen Einfluss haben Lebensmittel auf die Darmgesundheit?

Im 21. Jahrhundert ist es völlig normal, einen der zahlreichen XXL-Supermärkte aufzusuchen, um dort das zu kaufen, wonach der Sinn steht. Überfluss bestimmt unsere schnelllebige Zeit, in der es für jedes Problem, welches wir uns selbst geschaffen haben, eine Lösung gibt: Ist die Pause zu kurz, reichen der Wasserkocher und eine 5-Minuten-Terrine. Zähneputzen nach dem Essen? Keine Zeit! Ein Kaugummi tut es auch. Der Alltagsdruck fordert uns zu Höchstleistungen auf, weshalb wir wach sein wollen und müssen. Wir konsumieren also ein zellzerstörendes Nervengift namens Koffein, um diesem Druck standhalten zu können und bemerken dabei nicht einmal, dass die Dosierung immer höher und die Wirkung immer geringer ausfällt. Lebensmittelchemie in allen Fertigprodukten, sowie Stress, Zeitdruck und der Konsum von Nervengiften schädigt unsere Darmflora. Wir müssten also alle Zeit der Welt haben, Selbstversorger mit einem nährstoffreichen Ackerboden sein und auf alles verzichten, was Spaß macht. Schaffen wir es dann noch rechtzeitig ins Bett und schnell runterzukommen, könnten wir zudem noch die Menge an Schlaf abgreifen, welche wir eigentlich benötigen. Doch Fehlanzeige: Im Alltag dreht sich alles darum, schnell einen effektiven Nutzen zu erzielen. Das ist auch der Grund dafür, weshalb Nahrungsergänzungsmittel aktuell so hoch im Kurs stehen.

Wie kommen die Mikroorganismen eigentlich in den Darm?

Die effektiven Mikroorganismen werden kurz nach der Geburt in den menschlichen Körper eingeflößt. Dies geschieht im Normalfall über die Muttermilch. Es handelt sich dabei um sehr zerbrechliche Bestandteile, welche leicht zerstört werden können. Zu den Hauptzerstörern zählen:

  • Antibiotika
  • Stress
  • Schlafmangel
  • Schlechte Ernährung

Es ist deshalb wichtig, die Bakterien im Laufe des Lebens immer wieder zuzuführen. Dieses Vorhaben lässt sich am besten mit dem Konsum von Milchprodukten umsetzen:

  • Joghurt
  • Kefir
  • Sauermilch

Diese enthalten lebendige Laktobakterien, welche für ein ausgewogenes Milieu im Darm, dem Zentrum der Gesundheit, sorgen. Wer beruflich viel eingespannt ist, schafft es häufig nicht, sich der Lebensmittel-Ampel entsprechend zu ernähren. Hier können Nahrungsergänzungsmittel die gewünschte Abhilfe schaffen.

Worauf muss ich bei der Auswahl achten?

Wer ein entsprechendes Nahrungsergänzungsmittel kaufen und seinem Darm damit wieder auf die Sprünge helfen möchte, wird im virtuellen Produkt-Dschungel schnell den Überblick verlieren. Wichtig ist, dass es sich um ein „widerstandsfähiges“ Produkt handelt. Die Produkte sind meistens sehr empfindlich und müssen deshalb im Kühlregal gelagert werden. Umwelteinflüsse, aber besonders unsere eigenen Verdauungssäfte sorgen dafür, dass nicht mehr viel von den wertvollen Bakterien in unserem Darm ankommen. Zu den widerstandsfähigen Präparaten gehören Produkte wie L. Sporogenes, welche einen sogenannten Sporenmantel aufweisen und die im Inneren eingeschlossenen Laktobakterien vor allen Feinden schützen. Die Einnahme gestaltet sich daher als äußerst unkompliziert. Hier sollte man jedoch immer die Hinweise des Herstellers beachten. Die angegebene Dosierung sollte keinesfalls überschritten werden.

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Über Giacomo Hermosa 25 Artikel
Giacomo Hermosa ist 37 Jahre alt, Vater von zwei Kindern und verheiratet. Vor elf Jahren hat er die Magister der Biologie und Anglistik erfolgreich absolviert. Hier hat er sich interdisziplinär mit den Themen Bioverfügbarkeit und Medizinalhanf beschäftigt. In seiner Freizeit schreibt er v.a. in den Bereichen Fitness, Ernährung und – familiär bedingt – über einige besondere Autoimmunerkrankungen. Seine Veröffentlichungen findet man u.a. auf seiner Website und bei der taz.

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